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Dicht gedrängt sitzen Mitarbeiter des Ausländeramtes im Landratsamt an der Stainhartstraße. Ein Aufenthaltsraum wurde zum Arbeitsraum umfunktioniert. Dr. Karl Breu (stehend) wird mit dem Gesundheitsamt wohl zum 1. April in die „Sparkasse“ umziehen, dann erhalten das Ausländer- und Asylwesen eigene Büros im zweiten Stock. 

Raumnot im Landratsamt

Gesundheitsamt zieht in die „Sparkasse“

Weilheim Von neun auf 32 stieg die Zahl der Mitarbeiter im Landratsamt im „Ausländer- und Asylwesen“. Mit der Folge, dass Kellerräume zu Büros umfunktioniert werden mussten. 

460 Beschäftigte zählte das Landratsamt am Jahresende auf 447,85 Planstellen. Doch diese Zahlen werden steigen. Wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß in ihrem Jahrespressegespräch sagte, wird das Landratsamt weiter Personal einstellen, zumindest so lange, wie die Zahl der Asylbewerber zunimmt. Dieser Zuwachs wird vor allem im Ausländer- und Asylwesen, aber auch in anderen Ämtern wie beispielsweise im Gesundheitsamt Niederschlag finden. Gesucht werden Fachleute querbeet: vom Hausmeister über Handwerker bis zu Verwaltungsfachangestellten. „Bisher“, so die Landrätin, „ist es immer gut gegangen.“ Inzwischen werde es aber immer schwieriger, qualifizierte Leute zu finden. „Wir brauchen aber noch mehr“, so Jochner-Weiß. Binnen eines Jahres stieg die Zahl der Asylbewerber von 400 auf inzwischen 1630, die der Mitarbeiter im Ausländer- und Asylwesen von neun auf 32. 50 werden es aller Voraussicht nach insgesamt werden.

Das neue Personal muss aber auch untergebracht werden, und dabei zwickt’s. Die fünf Domizile in Weilheim (Pütrichstraße 8, Pütrichstraße 10, Pütrichstraße 10a, Stainhartstraße 7 sowie Stainhartstraße 9) und die vier in Schongau (Schlossplatz 1, Bauerngasse 5, Bauerngasse 9 und Münzstraße 33) reichen nicht mehr aus. Das Landratsamt platzt aus allen Nähten. Keller- und Besprechungsräume dienen inzwischen als Büros.

Der Umzug in das vom Landratsamt geplante Ausweichquartier im „Telekom“-Gebäude im Trifthof (wir berichteten), hat sich zerschlagen. Wie Jochner-Weiß sagte, wollten die Mieter, die von den Plänen aus der Zeitung erfahren hatten, nicht, dass das Sachgebiet „Asylwesen“ dort einzieht, denn die Asylbewerber hätten sich dort auch ihr Taschengeld abholen sollen. Nun seien die Pläne vom Tisch.

Umzug soll im April sein

Nun also die „Sparkasse“. Dort hat das Landratsamt ein Stockwerk angemietet, allerdings nicht für das „Ausländer- und Asylwesen“, sondern für das Gesundheitsamt. Die Planungen für den Umbau laufen, wobei viele Details zu berücksichtigen sind – von den Waschbecken in den Arztzimmern bis zu einem behinderten-WC. Ursprünglich war laut Gesundheitsamts-Leiter Dr. Karl Breu der 1. März im Gespräch, nun wird es wohl April werden. „Für das Asylwesen haben wir dann fast zwei Stockwerke“, so Jochner-Weiß.

Gebaut wird aber auch an einem Landratsamts-Gebäude: Die Hausnummer Pütrichstraße 10 a soll heuer saniert und aufgestockt werden. Das wird rund drei Millionen Euro kosten.

Brigitte Gretschmann

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