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Rote Couch für die Roten (v.l.): Ilona Böse (Kreisvorsitzende von Weilheim-Schongau). Andreas Lotte, Horst Martin (2. Bürgermeister von Weilheim), Natascha Kohnen, Hanni Baur und Ingo Remesch (Stadtrat in Weilheim). 

Regional-Geschäftsstelle der SPD

Umzug wegen zwei Treppenstufen

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Weilheim - Die Regional-Geschäftsstelle der SPD ist umgezogen. Sie befindet sich nun im OFZ und ist barrierefrei.

Großer Andrang herrschte am Freitagabend bei der Einweihung der neuen SPD-Geschäftsstelle für die Unterbezirke Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Landsberg in Weilheim. „Wir haben über ein Jahr lang nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht“, sagte Geschäftsstellenleiterin Hanni Baur. Das Büro sollte nahe zur Innenstadt liegen und barrierefrei sein. Gefunden wurde es an der Deutenhausener Straße 4 im Orthopädischen Fachzentrum Weilheim (OFZ): Neben dem Bürgerbüro des Betreuungsabgeordneten Andreas Lotte gibt es dort auch einen Konferenzraum sowie eine barrierefreie Toilette.

Obwohl die Geschäftsstelle bereits seit 1. November geöffnet hat, sei es schwierig gewesen, einen gemeinsamen Termin mit Andreas Lotte und Natascha Kohnen, Generalsekretärin der Bayern-SPD, zu finden, sagte Baur. „Natascha Kohnen ist derzeit eine gefragte Frau“, so Baur in Anspielung auf ein Video, in dem sich Kohnen in einer Rede Luft über den Flüchtlingskurs der CSU machte.

Für die Weilheimer SPD ist das neue Büro, das Baurs Ehemann in vier Wochen herrichtete, ein Trumpf: „Die CSU hat kein Bürgerbüro, aber die SPD“, sagte Baur. „Dieses Büro setzt Standards“, fand auch Natascha Kohnen. Denn in Zeiten großer Verunsicherung in der Bevölkerung „müssen wir offen sein“. „Die Gesellschaft braucht Zusammenhalt“, sagte Kohnen. Es müsse über Fluchtursachen und Handelsverhältnisse weltweit gesprochen werden – nicht nur über TTIP und CETA.

Unterstützerkreis „Asyl“ übernahm das alte Büro

Sie wolle Europa nicht aufgeben, sagte Kohnen. „Ich will die Nationalstaaterei nicht zulassen.“ Andreas Lotte, der sich im neuen Büro „pudelwohl“ fühle, sprach über eine gute Resonanz seitens der Bürger. Ziel sei es, wieder einen eigenen Abgeordneten vor Ort zu haben.

Nachfolger im früheren SPD-Bürgerbüro in der Oberen Stadt ist der Unterstützerkreis „Asyl“. Dessen Sprecher, der evangelische Pfarrer Jost Herrmann, sagte: „Anlass für den Umzug waren zwei Stufen“. Für einen gesunden Menschen sei dies kein Problem. „Zwei Stufen können Menschen aber ausschließen.“ Im übertragenen Sinne gehe es um viel mehr. Um Arme, um Langzeitarbeitslose und auch um ausländische Menschen, die sich oft ausgeschlossen fühlten. Es müssten Barrieren überwunden werden, um eine Gemeinschaft zu ermöglichen.

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