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Bei der Dienstversammlung dankten Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta (vorn r.), der stellvertretende Bürgermeister Horst Martin (hinten l.) und der stellvertretende Landrat Karl-Heinz Grehl (hinten r.) den ausgeschiedenen Kommandanten (vorn v. l.) Norbert Rössle (Ingenried), Josef Riesemann (Fronreiten), Anton Schöttl (Polling), Andreas Köpf (Schönberg) sowie (hinten v. l.) Manfred Baum (Herzogsägmühle), Gerold Grimm (Peißenberg), Georg Lutz (Lauterbach) und Michael Huber (Fischen). Nicht im Bild sind Martin Neuner (Schönberg), Rudolf Schropp (Peiting) und Hubert Troppmann (Werkfeuerwehr Roche).

Neues digitales Alarmierungssystem soll Verbesserungen bringen

Die richtigen Leute am richtigen Ort

Ein neues digitales Alarmierungssystem soll den Feuerwehren die Arbeit erleichtern. Im Bereich der Leitstelle Oberland ist ein Pilotversuch geplant.

Landkreis/Weilheim – Ein neues Alarmierungssystem soll Rettungskräfte künftig gezielter zum Einsatz rufen. Das Funksystem, das die Daten digital überträgt, ermöglicht eine genaue Auswahl der zu alarmierenden Personen. Damit soll erreicht werden, dass immer die richtigen Leute an den richtigen Ort kommen. Norbert Heumann, der Projektleiter für die Einführung des Digitalfunks bei den Rettungskräften, informierte die Kommandanten der Feuerwehren des Landkreises bei ihrer Dienstversammlung in Weilheim über die Vorteile.

Durch die digitale Übertragung der Daten können die Empfangsgeräte einzeln adressiert werden – ähnlich wie Telefonanrufe nur an gewählte Nummern gehen. Dadurch können zum Beispiel bei Unfällen an elektrischen Anlagen ganz gezielt Elektriker alarmiert werden, die schon von Berufs wegen wissen, worauf man bei hohen Spannungen achten muss.

Bevor das System, das sich derzeit in Entwicklung befindet, eingeführt wird, soll es laut Heumann in einem Pilotversuch getestet werden. Als Bereich für den flächendeckenden Versuchseinsatz wurde die Region der Integrierten Leitstelle Oberland ausgewählt, die die Landkreise Weilheim-Schongau, ad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen umfasst. Hier sollen 3000 der „Piepser“ genannten Geräte ab Mitte 2017 zum Einsatz kommen. Parallel dazu soll die Alarmierung über den derzeit verwendeten analogen Funk erfolgen. Die beteiligten Rettungskräfte sollen dann der Projektleitung mitteilen, welche Alarme eingegangen sind. Anhand dieser Rückmeldungen sollen die Gebrauchstauglichkeit und die Flächenabdeckung des neuen System getestet werden.

Die flächendeckende Einführung bei den Feuerwehren – und gegebenenfalls auch anderen Rettungsorganisationen – soll laut Heumann „in Restbayern erst 2018 erfolgen“. Derzeit gibt es laut Heumann zwei Anbieter der Endgeräte. Dies sei gut, weil es so einen Wettbewerb gebe, wenn die Ausschreibung erfolge.

Ob es eine landesweite Ausschreibung geben werde, sei noch nicht entschieden worden. Deren Vorteil sei die große Menge vom 300 000 Geräten, was sich vorteilhaft auf den Preis auswirken könne. Für die Anschaffung gibt es laut Heumann eine staatliche Förderung von 80 Prozent (maximal 260 Euro) für den Ersatz von Analoggeräten, die am 26. Oktober 2016 im Bestand waren.

Alfred Schubert

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