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Die Überreste des abgebrannten Obergeschosses der "Rigi-Rutsch'n".

Nach dem Großbrand im Freizeitbad

"Rigi-Rutsch’n": Brand wohl durch Defekt

Peißenberg - Der Schock über den Großbrand in der Peißenberg „Rigi-Rutsch’n“ sitzt tief. Der Schaden an dem Freizeitbad wird auf zwei Millionen Euro geschätzt.

Gestern begann im „Rigi-Rutsch’n“-Haupthaus die Spurensuche: Nach dem Großfeuer am Donnerstag forschten Brandfahnder der Weilheimer Kripo mit einem Gutachter des Landeskriminalamts nach der Ursache.

Möglicherweise war ein technischer Defekt die Ursache

Warum gegen 14 Uhr die „CariBar“ im Obergeschoss in Flammen aufging, ist unklar. „Bislang sind keine Erkenntnisse für eine Brandstiftung vorhanden“, so Pressesprecher Jürgen Thalmeier. Das Feuer dürfte durch einen technischen Defekt in der Küche der Gaststätte ausgebrochen sein, teilte er mit.

Die Schadenshöhe könnte auf mehr als zwei Millionen Euro ansteigen

Wie hoch der Schaden ist, konnte Gemeindewerke-Vorstand Günther Forster gestern bei einer Pressekonferenz nicht beziffern. Das Polizeipräsidium geht von rund zwei Millionen Euro aus. Sollte jedoch die Technik im Keller in Mitleidenschaft gezogen worden sein, wird es teuer, fürchtete Bürgermeisterin Manuela Vanni. Die Anlage kann aber erst nächste Woche besichtigt werden.

Giftiger Asbest im Dach?

Für Fragen nach einem neuen Konzept für den 1982 eröffneten Bäderpark, für den heuer ein Minus von 1,1 Millionen Euro angenommen wurde, sei es „der falsche Zeitpunkt“, so Forster. An erster Stelle müsse jetzt der Einsatz von Asbest und der Zustand der Gebäudesubstanz geklärt werden. Wurde das giftige Asbest im Dach verbaut, muss es entsorgt werden. Proben sind im Labor, Ergebnisse lagen gestern noch nicht vor. Gesundheitsamtschef Dr. Karl Breu beruhigte: „Eine akute Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung besteht nicht mehr.“

Eigentlich sollte die „Rigi-Rutsch’n“ am 13. Mai in die Sommersaison gehen. Ob es klappt, ist offen. Der Brand hat auch Auswirkungen auf Mitarbeiter: Fünf Vollzeit- und acht Teilzeitkräfte arbeiten in der „Rigi-Rutsch’n“. Einige wurden nach Hause geschickt, für Montag ist eine Besprechung angesetzt.

Andreas Baar

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