Ehrenamtliche aus dem Landkreis begrüßte Markus Rinderspacher im Foyer in der Stadthalle Weilheim. Foto: Gronau

Roter Teppich für die Ehrenamtlichen

Weilheim - Landtags-SPD feierte das 70-jährige Bestehen der bayerischen Verfassung mit einem Empfang

Die Bayerische Verfassung wird heuer 70 Jahre alt. Dies hat die Bayerische SPD zum Anlass genommen, Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, mit einem Empfang zu danken. Rund 90 geladene Gäste waren am Mittwoch ins Foyer der Weilheimer Stadthalle gekommen, wo sie mit populären Melodien aus Oper und Operette begrüßt wurden. Mit „Mein Tag ist grau, dein Tag ist grau, lass uns zusammengehen“ stimmten Franziska Rabl und Susanna Klovsky auf den Abend ein, bei dem die Solidarität im Mittelpunkt stand.

„Wir freuen uns, dass wir Ihnen den roten Teppich der SPD ausrollen durften“, so Festredner Markus Rinderspacher. Der Landtagsabgeordnete betonte in seiner Rede die Bedeutung des bürgerlichen Engagements, das gerade jetzt, „wo die Demokratie weltweit auf dem Rückzug ist“, wichtig sei. Ehrenamtliche seien „die Macher der Menschlichkeit“. Dies gelte nicht nur für die Arbeit in Vereinen, sondern auch für politisches Engagement. Rinderspacher erwähnte die SPD-Abgeordneten, die es 1933 gewagt hatten, gegen Hitler zu stimmen, und Dr. Wilhelm Hoegner, der im Exil in der Schweiz die bayerische Verfassung entworfen hat. Er verdiene es, in die Ruhmeshalle aufgenommen zu werden. In diesem Werk wird im Artikel 151 das Gemeinwohl als Verfassungsziel genannt. In diesem Sinne seien die Ehrenamtlichen laut Rinderspacher „die eigentlichen Verfassungsschützer“.

Für den SPD-Stimmkreisvertreter Andreas Lotte ist die solidarische Gesellschaft eines der wichtigsten Themen der SPD, wobei er betonte: „Solidarität ist nie eine Einbahnstraße“.

Der Weilheims Vizebürgermeister Horst Martin (SPD) dankte den Ehrenamtlichen, ohne die es in Weilheim vieles nicht gäbe. Die zahlreichen Vereine und die drei Feuerwehren wären ohne sie ebenso wenig möglich, wie die Italienische oder die Französische Woche oder das Oberstadtlerfest. Auch in der Kommunalpolitik sei das Ehrenamt gefragt. Als Beispiel nannte er die Arbeit der 30 Stadträte.

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