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Halb rot, halb weiß. Das sind derzeit die zwei Seiten des Landgasthofs „Zur Quelle“ in Magnetsried, an dessen kräftig oxyd-rotem Anstrich sich die Geister scheiden.

Landratsamt stoppt Malerarbeiten

Rotes Haus ist ein rotes Tuch

Magnetsried - Der Gasthof "Quelle" in Magnetsried sollte einen roten Anstrich erhalten. Jetzt ist er halb rot, halb schmutzig hellgrau: Das Landratsamt hat die Malerarbeiten eingestellt.

Dem Besitzer und Wirt des Landgasthofs "Zur Quelle" im Seeshaupter Ortsteil Magnetsried, Frederik Pulwitt, wird zum Vorwurf gemacht, gegen den seit Mitte der 1990er Jahre gültigen Bebauungsplan für den Ortskern von Magnetsried verstoßen zu haben. Denn in diesem Regelwerk sind für Hausfassaden nur lichte Farben erlaubt.

Der Wirt sieht das so eng nicht: „Wir befinden uns nicht im Ortskern, sondern ganz am Rand von Magnetsried“, sagt er, durch die rote Farbe würde deshalb auch der Charakter des Dorfkerns nicht verändert. Laut Malermeister Rabe ist dieses „oxyd-rot“ eine reine Pigmentfarbe, „schon die Höhlenbewohner haben damit gemalt“. Der Rotton sei bewusst gewählt worden und für diese Stelle optimal. Denn eine helle Fassade direkt an der Hauptstraße werde durch das hohe Verkehrsaufkommen innerhalb kurzer Zeit immer wieder dreckig und unansehnlich.

Ob mit Rot weitergestrichen werden darf, ob die Fassade hell werden muss, ob es eine Ausnahmegenehmigung geben könnte oder ob für den Gasthof in Rot der Bebauungsplan geändert werden müsse - darüber entscheidet der Gemeinderat Seeshaupt nach der Sommerpause.

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