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Schon kurz nach der Eröffnung der Messe strömten die Besucher, Jugendliche genauso wie ihre Eltern, durch die Stadthalle. Dort wurden Berufe aus dem Handwerk genauso vorgestellt wie solche bei Industriebetrieben und sozialen Einrichtungen.  

Rund 80 Aussteller in der Stadthalle Weilheim

Jobmesse: Azubis händeringend gesucht 

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Die Veranstalter der „Jobmesse Weilheim-Schongau“ haben keine Probleme, ihre Stände an den Mann zu bringen. Sie wandten sogar einige Tricks an, damit am Donnerstag noch mehr Aussteller als in der Vergangenheit in der Stadthalle Weilheim Platz fanden. Etwa 1800 bis 2000 Besucher waren vor Ort.

Weilheim – Moritz Schlögl aus Eberfing war mit seiner Mutter in die Stadthalle gekommen, um sich über technische Berufe, aber auch über Aufgaben bei Bundeswehr, Polizei, Bundesgrenzschutz und Zoll zu informieren. „Es ist alles sehr kompakt hier“, sagte der 15-Jährige über das Angebot, das von rund 80 Ausstellern präsentiert wurde. Auch wegen eines Praktikums wollte sich Moritz umhören, der die neunte Klasse der Realschule besucht.

Dass Praktika bei der Berufswahl von großem Vorteil seien, sagte Herbert Dopfer, technischer Leiter bei „Bremicker Verkehrstechnik“ in Weilheim. Deshalb seien die einwöchigen „Schnupperlehren“, die sein Betrieb anbietet, auch ein Thema für die „Jobmesse“. Sechs Ausbildungsberufe stellte „Bremicker“ dort vor – vom Industriekaufmann bis zum Industriemechaniker. Besonders schwer sei es, Elektroniker-Lehrlinge zu bekommen, so Dopfer, obwohl Elektroniker „ein sehr zukunftsorientierter Beruf“ sei.

Das Problem, Auszubildende zu finden, kennt auch die Deutsche Post: „Wir müssen genauso wie alle anderen kämpfen“, sagte Ausbilder Manuel Hofmann von der Post-Niederlassung Rosenheim, die für die Region zuständig ist. Die Post warb bei der „Jobmesse“ vor allem um Zusteller. Über dieses Thema kann Hofmann einiges sagen, schließlich arbeitete er 13 Jahre selbst als solcher. Fragen, die auf Messen häufig gestellt würden, seien: Wie lange dauert die Lehre? Wie viel verdient man? Welche Aufgaben gehören zum Beruf dazu?

Zu den acht Ausstellern, die neu bei der „Jobmesse“ waren, gehörte das Finanzamt Weilheim, das im Foyer einen Stand hatte. „Wir wollten immer schon mitmachen“, erklärte Ausbildungsleiterin Astrid Hutter, „aber aus Platzgründen sind wir nicht zum Zug gekommen.“ Nun konnte sie mit zwei Kolleginnen um Anwärter zum Finanzwirt werben. Dem Finanzamt war zugute gekommen, dass die Veranstalter der „Jobmesse“, der Landkreis und der Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“, zusätzliche Standplätze geschaffen hatten. Dies geschah auch, indem der Gastronomiebereich verkleinert wurde.

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