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Konzentriert sein und dabei locker bleiben: Johannes Ulbrich will am Freitag im Wettbewerb „Kleinkaliber 3 x 40“ ein ordentliches Resultat erzielen und damit seine Anwartschaft auf einen Platz im Nationalkader unterstreichen.

Schiessem

Eine Medaille ist Nebensache

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Eine Medaille gewinnen ist etwas Schönes, doch für den Wilzhofener Schützen Johannes Ulbrich ist das bei der DM nicht das Wichtigste.

Wilzhofen Wenn am Freitag die deutschen Meisterschaften für Johannes Ulbrich beginnen, hat der Sportschütze von der SG Wilzhofen nur ein Ziel. „Ich will gute Ergebnisse zusammenbringen, mit denen ich zufrieden bin“, sagt der 17-jährige Kleinkaliberschütze. Von einer Medaille möchte er erst gar nicht reden. Im vergangenen Jahr nahm er sich vor, seinen Titel zu verteidigen. Am Ende hatte er mehr mit seinen eigenen Ansprüchen als mit dem Wettbewerb zu kämpfen. Daraus hat er gelernt. In München-Hochbrück zählt für ihn heuer nur seine eigene Leistung. „Was die anderen machen, kann ich ohnehin nicht beeinflussen“, sagt er.

Für den angehenden Chemielaboranten, der bei „Roche“ in Penzberg arbeitet, sind die nationalen Meisterschaften ohnehin nur Mittel zum Zweck. Sein eigentliches Ziel ist die deutsche Rangliste. Die ersten Acht haben einen Platz im Nationalkader sicher, wenn sie bei den Qualifikations-Wettbewerben einen Schnitt von 1140 Ringen erreichen. Ulbrich ist momentan Neunter. Da aber drei seiner Kontrahenten, die vor ihm platziert sind, aus Altersgründen aus diesem elitären Zirkel ausscheiden, rangiert er auf dem virtuellen sechsten Platz. Die geforderte Quote erfüllt er momentan exakt.

Die nationalen Titelkämpfe sind die letzte Station auf dem Weg in den Nationalkader. Am Freitag absolviert er die Disziplin „Kleinkaliber 3 x 40“, die auch zum olympischen Programm gehört. Seine Ergebnisse schwankten in den vergangenen Monaten. Zuletzt erreichte er beim Landesschützen-Meisterpokal 1141 und 1151 Ringe. Damit bewegt er sich innerhalb der geforderten Norm. Aber Ulbrich ist noch jung und seine Resultate sind nicht immer konstant. Neben seiner Karriere als Leistungssportler absolviert er seine Ausbildung mit großem Ehrgeiz. In den vergangenen Wochen hatte er einige Prüfungen zu absolvieren. „Da überschneidet sich einiges“, so der Wilzhofener Youngster. Es sei eine große Herausforderung, Beruf und Sport unter einem Hut zu bringen.

Die letzten Tage vor der deutschen Meisterschaft hat er dazu genutzt, in Hochbrück eine weitere Trainingseinheit neben den beiden obligatorischen in Dießen und Raisting einzubauen. Um sich diese Zeit zu nehmen, muss er aber unter der Woche Überstunden bei der Arbeit machen. Wegen der großen Belastung geht zwangsläufig der eine oder andere Wettkampf daneben. Bei einem Ranglistenkampf in Suhl erlebte er einen schwarzen Tag und ging mit nur 1126 Ringen aus dem Stand. Im zweiten Programm gelang es ihm, dieses Ergebnis zu korrigieren. 1143 Zähler entsprachen schon eher seinen Vorstellungen, auch wenn eine solche Ausbeute für ihn eher in den Bereich „durchwachsen“ gehört.

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