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Sorgt auch in der Bezirksoberliga für Furore: das Wilzhofener Luftgewehrteam mit (v. li.) Dieter Protz, Raphael Schwarz, Tabea Heinrich, Katharina Fröstle und Anton Bauer.

Schießen: Bezirksoberliga, Luftgewehr

Aufsteiger startet glänzend

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Die Luftgewhrschützen der SG Wilzhofen finden sich in der Bezirksoberliga gut zurecht: Zum Start gab‘s gleich einmal zwei Siege. 

Wilzhofen– So etwas haben die Luftgewehrschützen der ZSG Partenkirchen lange nicht mehr erlebt. Nur einmal gab’s für die Werdenfelser in ihrer langen Bezirksoberliga-Geschichte bisher die Höchststrafe. Beim zweiten Rundenwettkampf dieser Saison war es aber wieder so weit: Die SG Wilzhofen nahm die Gebirgsschützen von der Zugspitze beim 4:0 auseinander. „Die waren danach etwas platt“, berichtete Dieter Protz von einem Gegner, der aus dem Staunen nicht mehr herauskam.

Der Kapitän des Aufsteigers genoss den zweiten Coup dieses Jahres sichtlich. Zum Auftakt in der Bezirksoberliga hatte seine Mannschaft Titelverteidiger Schwabsoien bezwungen, nun war der nächste Favorit fällig. „Da kommen drei Jugendliche und ballern ohne Nerven alles weg“, schilderte Protz den Eindruck, den sein Team hinterlassen hatte. Allerdings wussten die Partenkirchener, auf was sie sich bei dem Kräftemessen in Dießen einließen, das in dieser Saison als Heimkampfstätte für die Schützengesellschaft dient.

Vor allem Partenkirchens Routinier Markus Hirthammer war klar, dass er nach Jahren ohne echte Konkurrenz in der Oberliga nun auf eine adäquate Gegnerin treffen würde. Katharina Förstle hatte bei ihrem Saisonstart mit 393 Ringen sogar einen Zähler mehr erreicht als die Nummer eins der ZSG. Als der Routinier der unbekümmerten 16-Jährigen dann gegenüberstand, war das womöglich etwas viel für ihn. „Das hat mit Sicherheit an den Nerven gelegen“, mutmaßte Protz. Die Wilzhofenerin zauberte wieder ein hohes Resultat aus dem Lauf (392), dem Hirthammer nicht Adäquates entgegenzusetzen hatte (381). Der erste Punkt ging somit an den Liga-Neuling. Da sich auch Raphael Schwarz (385) gegen Elisabeth Lindebner (381) behauptete, war das schon der halbe Sieg. Tabea Heinrich (386) machten gegen Josef Wackerle (368) dann vorzeitig den Deckel drauf. „Die trainiert nicht und schießt ein solches Ergebnis“, sagte Protz bewundernd. Der Kapitän verbuchte mit ordentlichen 370 Ringen gegen Hubert Gröbl (361) dann den vierten und letzten Punkt für sein Team. Mit insgesamt 1533 Zählern stellten die Wilzhofener zudem eine neue Bestleistung in dieser Saison auf.

Wesentlich spannender verlief das Duell der Wilzhofener zum Start gegen Schwabsoien. Weil es in der Bezirksoberliga kein Unentschieden gibt, entschieden sie den Wettkampf gegen den Meister der Vorsaison aufgrund der höheren Ringzahl (1526:1514) zu ihren Gunsten. Nach den direkten Duellen hatte es noch 2:2 gestanden. SG-Kapitän Protz blieb mit 365 Ringen weit hinter seinen jugendlichen Teamkameraden zurück. Raphael Schwarz und Tabea Heinrich kamen auf jeweils 384 Zähler. Für einen Paukenschlag sorgte jedoch Katharina Förstle. Wilzhofens Neuzugang von „Gut Ziel“ Reisch bei Schwifting sorgte mit 393 Ringen für die absolute Bestleistung. Im vergangenen Jahr war die 16-Jährige auf einen weit bescheideneren Schnitt (379) gekommen, weshalb sie beim Aufsteiger zunächst an Nummer vier gesetzt war.

Den Wilzhofenern ist jedoch bewusst, welches Talent Förstle besitzt. Bereits in den Vorkämpfen lieferte sie stattliche Ergebnisse ab (390, 397) und deutete an, dass sie mehr als ein Ersatz für Theresa Bartl sein kann, die momentan mit dem Schießen etwas kürzer tritt. Ihre erste Gegnerin Raphaela Häringer (380) wartete ebenfalls mit einem respektablen Ergebnis auf, hatte aber der Wilzhofenerin nichts entgegenzusetzen, die in Zukunft die Setzliste bei der Schützengesellschaft anführt. Mit dem Pöckinger Anton Bauer gewann Schützenmeister Alois Ulbrich einen weiteren Jungschützen für seien Mannschaft. Mit seinen 365 Ringen, die er außer Konkurrenz erzielte, deutete er an, dass er bald einen Stammplatz erhalten kann. Während Förstle an Nummer vier den Punkt holte, musste sich Dieter Protz an Position drei klar gegen Manfred Schmid (370) geschlagen geben.

Die 384 Ringe von Tabea Heinrich an Nummer zwei waren ein Pfund, mit dem sich wuchern ließ. Schwabsoiens Stefan Feneberg (377) konnte da nicht mithalten – Wilzhofen führte 2:1. Auch die Nummer eins, Raphael Schwarz, befand sich auf einem guten Weg (384), doch seine Ausbeute reichte nicht, um Susanne Feneberg (387) in Schach zu halten. Somit glichen die Schönach-Schützen noch aus und sicherten sich wenigstens einen Punkt.

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