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Die neuen Haltestellen sind eingerichtet: Bürgermeister Thomas Dorsch (links) und RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer zeigen jene am Rathaus. 

Zwei neue Haltestellen

RVO schließt Lücke an der Hauptstraße

Hohenpeißenberg - In Hohenpeißenberg gibt es zwei neue Bushaltestellen entlang der Ortsdurchfahrt. Sie werden ab 14. Dezember angefahren.

 In Hohenpeißenberg ist Bürgermeister Thomas Dorsch zufrieden, in Weilheim RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer ebenso: Der öffentliche Nahverkehr im Rigiort wird verbessert. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember bietet der RVO zwei zusätzliche Bushaltestellen an der Hohenpeißenberger Hauptstraße an. Ab 14. Dezember halten die Busse der Linie 9656 Weilheim-Schongau dann direkt am Rathaus und am Quellenweg beim neuen Supermarkt.

Damit schließt der RVO eine Lücke im örtlichen Haltestellennetz. „Da war eine Riesenlücke“, gibt RVO-Mann Kreutzer zu. Fünf Haltstellen gibt es zwar im Ort, aber ausgerechnet zwischen Schächen und Hetten hielt bislang kein Bus. 1600 Meter ohne Haltestelle, das ist im RVO-Plan richtig viel. Die nötige Laufstrecke schreckt Fahrgäste ab, weiß man. Es gibt dafür einen Richtwert: Maximal 300 Meter Fußweg zum Bushalt werden vom Kunden angenommen, so Kreutzer.

Das Problem ist länger bekannt, dennoch hielten sich die Planer zurück. Grund: Man habe „keine Realisierungschance“ gesehen, sagt Kreutzer – dafür habe das entsprechende Umfeld gefehlt. Angesichts des starken Durchgangsverkehrs auf der B 472 wollte der RVO mit haltenden Bussen keine Verkehrsprobleme schaffen. „Jetzt hat sich aber die Infrastruktur geändert“, freut sich Bürgermeister Dorsch. „Wir haben eine andere Situation.“ Sprich: Der Supermarkt bringt den Bedarf im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit sich – und die Umfahrung, die voraussichtlich 2017 eröffnet wird, schafft die Möglichkeiten für die neuen Stationen.

Nun halten die roten Busse direkt vorm Rathaus sowie an der Querungshilfe vorm „Netto“. Auf beiden Seiten, versteht sich. Das sei wichtig, betont Kreutzer. Er ist froh, dass gerade der Halt beim Supermarkt geklappt hat. „Ich habe nicht geglaubt, dass wir das hinbekommen“, spielt er auf die verkehrsrechtliche Genehmigung an. Am Ende aber segneten Landratsamt und Polizei nach diversen Ortsterminen den Standort ab.

Der Rathauschef jedenfalls ist mehr als zufrieden mit dem zusätzlichen ÖPNV-Angebot in seiner Gemeinde. „Für Hohenpeißenberg hat der Bus schon eine Bedeutung“, sagt Dorsch. Obwohl die Linie von Weilheim nach Schongau beim RVO nicht so die große Rolle spielt. Dafür ist die Konkurrenz der Bahn zu groß. Allerdings sei der Bahnhof nicht so günstig gelegen, glaubt Niederlasssungschef Kreutzer an eine Marktchance und spricht deshalb davon, dass „wir netzergänzend sind“. Allein rund 120 Schüler nutzen laut Kreutzer die zwei Busse, die um 7.30 Uhr herum nach Peißenberg fahren. Dazu kämen circa 30 Schüler in Richtung Schongau. Gerade aus Gründen der Sicherheit sind die zusätzlichen Haltestellen ein Vorteil, sagt der RVO-Mann: „Die Schüler verteilen sich.“

Auf eines verzichtet der RVO allerdings an den neuen Standorten: Es gibt kein Wartehäuschen. Dies sei nicht notwendig. Dafür aber investiert das ÖPNV-Unternehmen rund 1200 Euro in die Erneuerung sämtlicher Schilder an den Hohenpeißenberger Haltestellen. Außerdem will der RVO seine Fahrpläne ab April aus Servicegründen von DIN A4 auf DIN A3 samt QR-Code mit Echtzeit-Infos umstellen – und zwar im ganzen Landkreis.

Andreas Baar

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