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Symbolfoto.

Wessobrunn

Schnelles Internet kommt doch nicht so schnell

Das Internet in Wessobrunn soll schneller werden. Nur mit der Umsetzung des Breitbandausbaus wird es nicht so schnell gehen. Das wurde bei der Gemeinderatssitzung deutlich, in der Martin Krenner aus der Verwaltung den aktuellen Stand erläuterte.

Wessobrunn – „Wir haben zuletzt Gespräche mit dem Planer geführt und die Förderung durchgesprochen“, sagte Krenner. Bekanntlich liegt der Gemeinde bereits ein Förderbescheid durch den Bund von über 2 Millionen Euro für das Projekt vor, das nach ersten Schätzungen weit über 4 Millionen Euro kosten wird. Wessobrunn hat jetzt auch noch beim Land Bayern einen Antrag auf Förderung gestellt. Vom bayerischen Staat erwartet sich die Gemeinde jetzt auch noch einen siebenstelligen Betrag. „Bis wir da die Zusage bekommen, wird es Sommer werden“, bremste Krenner aber die Euphorie, die auch angesichts der verbleibenden Kosten nach Abzug der Fördermittel sehr verhalten ausfällt.

Nach derzeitigem Stand der Dinge muss Wessobrunn selbst einen Millionenbetrag für das schnelle Internet im Gemeindebereich aufbringen. Wie das zu Schultern ist, steht noch in den Sternen. „Im Gegensatz zu den Strom- oder Gasleitungen bekommen wir für Internetleitungen keinerlei Konzessionsabgaben“, gab Kämmerer Jakob Schleich zu bedenken.

Damit bleibt der Gemeinde nur der Weg, über eine Kreditaufnahme oder eine Erhöhung der Einnahmen dieses Großprojekt zu finanzieren. Auch die angedachte Vorgehensweise der Wessobrunner, so viel wie möglich in Eigenleistung zu machen oder – wie schon praktiziert – bei Neubaumaßnahmen gleich Leerrohre für das Glasfaserkabel einzuplanen, bringt dabei keine Riesenersparnis ein. „Die Gesamtförderung ist immer abhängig von den Gesamtkosten. Wir müssen immer 30 Prozent selbst aufbringen“, sagte Dinter.

Unabhängig davon wird sich die Gemeinde dann im Herbst mit der konkreten Umsetzung des Breitbandausbaus befassen. „Da brennt auch nichts an, wir können das Schritt für Schritt machen“, betonte Dinter. Ihm schwebt eine Aufteilung des Gemeindegebiets vor. Die einzelnen Bereiche sollen dann im kommenden Jahr nach und nach abgearbeitet werden.

Nicht dabei ist allerdings der Ortskern Wessobrunn. Dort übernimmt die Telekom den Ausbau und das mit großer Wahrscheinlichkeit noch im laufenden Jahr. „Aber vermutlich nicht mit Glasfaser“, führte Krenner aus. Stattdessen soll das bestehende Kupfernetz mit Vectoring auf eine Leistung von 50 MBit ausgebaut werden.

Roland Halmel

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