Historisches Material mit aktuellem Bezug: Museumsleiter Ludwig Reitzer mit einer Ehrenscheibe aus dem Jahr 1833, die Griechenland zum Thema hat. Damals richtete die Weilheimer Schützen anlässlich der Thronbesteigung Ottos I. ein „Freudenschießen“ aus. Um Geld für Griechenland ging es damals übrigens auch. Fto: gronau

Schützen haben nicht nur Waffen

Weilheim - Das Schützenmuseum in Weilheim ist weitum einzigartig, seit kurzem hat es Stücke von jedem der ehemaligen „Bundesschießen“

Ludwig Reitzer ist ständig auf der Suche. Der 69-Jährige kümmert sich ums Schützenmuseum der königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft (FSG) Weilheim. Und in dieser Eigenschaft ist Reitzer bestrebt, die feine Sammlung an Dokumenten, Schützenscheiben, Ehrenzeichen, Bilder, Fahnen und Waffen zu erweitern. Immerhin ist das Schützenmuseum in der Region etwas Besonderes. In Illerbeuren und in Schwabenhausen gebe es ähnliche Einrichtungen, sagt Reitzer, „sonst kenn’ ich keine“.

Des Museumsleiters neuester Coup: Die Weilheimer verfügen nun von jedem der insgesamt 23 „Bundesschießen“, die von 1862 bis 1965 ausgetragen wurden, mindestens ein Erinnerungsstück. „Die Reihe ist geschlossen“, so Reitzer, Besonders stolz ist Reitzer auf eine Medaille vom siebten Bundesschießen 1881 in München, die vom berühmten Heraldiker und Grafiker Otto Hupp (er entwarf auch das Logo der „Spaten“-Brauerei und 1923 das bayerische Staatswappen) gestaltet wurde.

Das Schützenmuseum in der alten Schießstätte (Schützenstraße 28) hat dienstags und donnerstags (19 bis 21 Uhr) und nach Vereinbarung geöffnet. Infos auch unter Telefon 0881/7549 (Führung).

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