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Einige Bäume der Lindenallee in Seeshaupt wurden nun gefällt. 

Seeshaupt

Aus Bäumen wird Totholz

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Vergangene Woche wurde in Seeshaupt kräftig gesägt. Es fielen einige Bäume der Lindenallee in Seeseiten und viele, die östlich der Tutzinger Straße gestanden sind. Ob die Fällungen rechtens und nötig waren, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander.

Die Allee, in Seeseiten, ist nun um fünf Bäume ärmer. Vergangene Woche wurden zusätzlich zu den drei Bäumen, die noch im alten Jahr gefallen sind, vier alte Linden und eine dreistämmige Esche gefällt (wir berichteten). Nachdem ein Gutachten die umgehende Fällung der gesamten Lindenallee noch im Februar empfohlen hatte, waren zwei weitere Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass so gut wie alle 26 Bäume der Allee erhalten werden können. Dieser Einschätzung schloss sich auch Matthias Hett, der Leiter der Abteilung „Naturschutz“ am Landratsamt in seinem Bescheid an. Die Alleebäume, die jüngst gefällt worden sind, seien zurecht gefällt worden, sagte er auf Nachfrage: „Das entspricht dem Bescheid.“ Zum Teil seien die gefällten Bäume als Totholz gesichert worden.

Für die weiteren Bäume – nach Zählung des Vorsitzenden des „Bund Naturschutz“ im Landkreis, Helmut Hermann, waren es 25 Stück –, die östlich der Lindenallee gefällt wurden, ist laut Hett das „Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten“ zuständig, da dieses Gebiet als Waldgebiet gilt.

Marco Walbrecker ist der zuständige Revierleiter für diese Fläche. Er bestätigt, dass dass es sich um einen Wald handelt, auch wenn das auf den ersten Blick nicht zu erkennen sei. „Das Gebiet grenzt an ein geschlossenes Waldstück an“, erläutert er und bestätigt, dass dort vergangene Woche Bäume gefällt wurden, die sich in Privatbesitz befunden hätten. Wie berichtet, gehören die Flächen der Familie von Finck, die damit auch die Verkehrssicherungspflicht hat. Die Bäume seien begutachtet und als gefährlich eingestuft worden. „Die Fällung hat der Waldbesitzer in Auftrag gegeben“, sagt Walbrecker. Auch diese Bäume wurden teilweise als Totholz gesichert.

Auch wenn Herrmann froh ist, dass zumindest viele Alleebäume noch stehen, ist er mit dem Gesamtergebnis unzufrieden: „Es wurden wieder Mal im Landschaftsschutzgebiet Bäume gefällt“, sagt er.

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