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Endlich sind die Bagger da: Die Bauarbeiten für das Hotel „Lido“ in Seeshaupt haben begonnen.

Bauherr Lars Kaiser verärgert über Gerüchte

Bauarbeiten "Lido": "Das dumme Geschwätz möge aufhören"

Seeshaupt - Die Bauarbeiten am Hotel "Lido“ haben endlich begonnen, doch der Bauherr Lars Kaiser ärgert sich über Gerüchte. Es hieß, er sei pleite gegangen.

Auf dem "Lido"-Gelände haben die Aushubarbeiten begonnen. Und nun „möge bitte das dumme Geschwätz aufhören“, las Vizebürgermeister Fritz Stuffer bei der jüngsten Gemeinderatssitzung aus einem Brief der „Lido-Hotel GmbH & Co. KG“ vor.

Der Hintergrund: Schon im März war das Seegrundstück für den Bau eines noblen Hotels gerodet worden, aber außer einem Kran, der dort einsam herumstand, erinnerte bislang nichts an eine Großbaustelle. Seeshaupts Gerüchteküche brodelte, gar von einer Pleite des Bauherrn Lars Kaiser war die Rede. Doch den hatten schlicht zwei Ausschachtfirmen aus der Region „im Regen stehen lassen“, wie es in besagtem Brief heißt. Erst mit einem dritten Unternehmen hat es nun geklappt.

Aber jetzt soll alles ganz schnell gehen, verspricht Koordinator Wolfgang Neumayer aus Bernried: Bis zum Jahresende werde der Rohbau für das Hauptgebäude und die beiden Kavalierhäuser stehen, und schon im nächsten Jahr könnten die ersten der 180 Gäste übernachten. Das für Hochzeiten so beliebte Seerestaurant „Lido“ müsse erst im nächsten Jahr einem Neubau weichen.

Laut Neumayer wird sich auch eine Lösung für den freien Zugang zum Badesteg finden, den sich die Gemeinde juristisch gesichert hat. Während der Bauarbeiten soll er jedoch abgeriegelt werden, was der Gemeinderat aber auf keinen Fall dulden wird, machte Stuffer bei der Sitzung deutlich.

Am „dummen Geschwätz“ ist Kaiser übrigens nicht ganz unschuldig. Der Kölner Bauinvestor hat das Lidoareal schon 2010 vom Augustinerwirt Manfred Vollmer gekauft, der das alte Hotel „Lido“ 2003 abreißen ließ. Seither gab es zahlreiche Pläne für ein neues Hotel auf dem exklusiven Grundstück, aber erst jetzt sind die Baumaschinen angerückt.

von Renate von Fraunberg

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