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Bernd Habich (Mitte) will Nachfolger von Bürgermeister Michael Bernwieser (r.) werden. Fritz Stuffer kandier t nach vielen Jahren nicht mehr für den Gemeinderat.

Kommunalwahl 2020

Habich will in Seeshaupt Bürgermeister werden

In Seeshaupt gibt es den ersten Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020. Er kommt aus der gleichen politischen Gruppierung wie der derzeitige Rathauschef Michael Bernwieser, der nicht mehr bei der Wahl antritt, und heißt Bernd Habich. Der 47-Jährige gehört bereits dem Gemeinderat an.

Seeshaupt – Mit einem Paukenschlag haben die Parteifreien Bürger (PfB) den Wahlkampf in Seeshaupt eröffnet. Bürgermeister Michael Bernwieser stellte Gemeinderat Bernd Habich als Kandidaten für seine Nachfolge vor. Im Dorf war ja gemunkelt worden, dass ihn Gemeinderätin Barbara Kopf beerben will. Sie wird aber „nur“ für den Gemeinderat kandidieren, stellte die Gartenbaumeisterin am Dienstagabend beim Bürgertreffen der PfB im Trachtenheim klar.

Auch Stefan Müller und Georg Leininger lassen sich wieder als Bewerber für einen Sitz im Gemeinderat aufstellen, nicht aber Vizebürgermeister Fritz Stuffer. 24 Jahre im Gemeinderat und 17 Jahre Vorstand des größten Ortsvereins, des FC Seeshaupt, seien jetzt erst mal genug, fand der Inhaber eines Installationsbetriebes.

Bürgermeister Bernwieser wollte sich indes nicht festlegen, ob er sich 2020 ganz aus der Kommunalpolitik zurückzieht oder als PfB-Gemeinderat weiter mitmischen will. Mehr als „Des lass’ ma noch offen“ war ihm nicht zu entlocken.

Habich, Seeshaupts möglicher nächster Bürgermeister, ist Bankkaufmann und dreifacher Familienvater. Er arbeitet in der örtlichen „VR-Bank“ und sitzt seit dieser Amtsperiode im Gemeinderat. Der gebürtige Seeshaupter ist von Kindesbeinen an im Seeshaupter Fußballverein aktiv, was er mit einigen früheren Bürgermeistern gemeinsam hat. „Ich fühle mich bereit“, erklärte er selbstbewusst den knapp 50 Zuhörern zu seiner Kandidatur. Denn er könne Verantwortung übernehmen, habe Erfahrung als Gemeinderat, trete für Fairness ein und sei im Dorf gut vernetzt. Und er will auch im Fall seiner Wahl für die einen „der Berndi“ bleiben, für die anderen der „Herr Habich“ und für die Familie der Papa.

Supermarkt-Pläne in der Diskussion

Nach der Kandidatenkür hatten die Bürger das Wort. Heißes Thema war ein Supermarkt auf der grünen Wiese. Denn der „Bürger-Supermarkt“ ist geschlossen, und der „Edeka“ im Dorfzentrum bietet nur ein beschränktes Sortiment. Die Diskussion unter den anwesenden Gemeinderäten aller Lager erinnerte an eine Ratssitzung mit den bekannten Argumenten „Abschöpfung der Kaufkraft“ contra „Bedenken der Einzelhändler“. Die Bürger müssten ihr Interesse deutlicher signalisieren, das würde eine Debatte im Gemeinderat in Gang bringen, appellierte Barbara Kopf ans Publikum.

Renate von Fraunberg

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