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Tankstelle vor der Haustür: Horst Lüning mit seinem „Tesla“.

Seeshaupt

„Immer das  Neueste  ausprobieren“

Renate  von Fraunberg. Mitarbeiterin des  „Weilheimer Tagblatt“, war mit dem Seeshaupter Horst Lüning in dessen   Elektroauto unterwegs. Ihre  Erfahrungen:   

Seeshaupt Horst Lüning gibt ehrlich zu, dass er nicht nur aus Liebe zur Umwelt ein Elektroauto fährt. Obwohl er privat und geschäftlich ein „passionierter Ressourcenschoner“ sei, sei es auch die Technik, die ihn daran reizt. „Schließlich bin ich Ingenieur und schon deswegen will ich immer das Neueste ausprobieren.“

Wobei man sagen muss, dass Lüning keinen Wagen hat, bei dem man im Winter die Heizung abstellen und im Sommer auf die Klimaanlage verzichten muss, um Energie zu sparen. Als Miteigentümer eines florierenden Seeshaupter Whisky-Versandgeschäfts kann er es sich leisten, einen großen „Tesla „zu fahren. Und der bietet für seinen sechsstelligen Kaufpreis allen Komfort und alle technischen Raffinessen der Autos in dieser Preisklasse.

Argumente wie „Der Strom muss ja auch irgendwo herkommen“ lässt der Seeshaupter Geschäftsmann nicht gelten. Vom Wirkungsgrad her sei es effektiver, aus Öl Strom herzustellen anstatt Benzin oder Diesel. Meist holt er sich den Strom ohnehin aus seiner ausklügelten Photovoltaikanlage. Die Akkus des Wagens reichen für 300 bis maximal 410 Kilometer, bei weiteren Fahrten tankt er an einer der zahlreichen Schnell-Ladestationen, die „Tesla“ vor allem in den „Autohöfen“ entlang der Autobahnen für seine Kunden installiert hat. Dort ist der Strom gratis, den zahlt man im Voraus beim Kauf des Wagens gleich mit. So sind natürlich die Kosten für eine Fahrt vom Nordkap bis nach Afrika – seine weiteste Fahrt – verschwindend gering.

Und wie fühlt sich „Elektrisch-Fahren“ an? Eigentlich sollte man gar nicht von Fahren reden, sondern eher von Dahingleiten – außer Horst Lüning drückt das Gaspedal kräftig durch. Wie eine Rakete beschleunigt der Wagen auf der schmalen Landstraße, laut Hersteller von 0 auf 100 km/h in 3,5 Sekunden.

Kaum weniger gewöhnungsbedürftig ist es, wenn Lüning auf „autonomes Fahren“ umschaltet und die Hände vom Steuer nimmt: „Über die Kamera oben an der Windschutzscheibe erkennt das Auto die weißen Seitenstreifen und lenkt automatisch, leider gibt’s hier auf der Hohenberger Straße keinen Mittelstreifen, „auf der Autobahn funktioniert das besser“, erklärt er beruhigend.

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