+
In der Landküche bei Jörg Schmitz erfuhren die Besucher, wie sie Soßen herstellen können.

Gelungene Premiere

Fröhliche Schnitzeljagd bei „Seeshaupt-er-leben“

Dass „Seeshaupt-er-leben“ auf Anhieb ein solcher Erfolg wird, damit hat die Initiative der Dorfentwicklung sicher nicht gerechnet. Hunderte Besucher hatte dieser „Tag der offenen Türen“ angezogen, was auch am Einfallsreichtum der Geschäftsinhaber und der Privatleute lag.

Seeshaupt – Irgendwie erinnerte das Ganze an eine fröhliche Schnitzeljagd für Erwachsene unter dem Motto „Seeshaupt kennenlernen“. Überall traf man Leute, die mit dem bunten Faltblatt in der Hand die mehr als 70 Stationen abklapperten. Bis Jenhausen ging die Tour, wo eine Kirchenführung auf dem überschaubaren Programm stand, ebenso Filzen und Holzdrischenbau, die Besichtigung der Schnapsbrennerei und die Einkehr in die Dorfwirtschaft.

Das Angebot in Seeshaupt dagegen konnte beim besten Willen niemand komplett schaffen – trotz des Shuttlebusses der Dorfzeitung. Hier war der Reiz die bunte Mischung: Man schaute sich Aktbilder in Räumen an, die für diesen Tag zur Galerie wurden, und wechselte dann auf die andere Straßenseite, um sich in der Dorfmetzgerei über die sanften Schlachtmethoden zu informieren.

Ein anderer Kontrast fiel im Gewerbegebiet am Unteren Flurweg auf: Noch mit dem Öl- und Benzingeruch der Motorradwerkstatt in der Nase, ging’s gleich nebenan zur Foto-Vernissage im hippen „Conzeptstore“. „Seeshaupt-er-leben“ bot auch eine gute Gelegenheit, die neuen Gewerbeläden am Flurweg zu besichtigen, eine exklusive Kaffeerösterei und das schicke Büro eines Designers.

In der Hauptstraße war das Zentrum von „Seeshaupt-er-leben“. Es gab kaum ein Geschäft, das sich nicht an der Aktion beteiligte. Was konnte man nicht alles lernen an diesem Tag: Soßekochen und Reifenwechseln, Nudelnmachen und Quad-Fahren, Segeln und Musikspielen, Schuheputzen und Glutenfrei-Kochen, ja sogar Lachen. Und seine Führungsqualitäten konnte man auch verbessern.

Hauptorganisator Mario Drechsler und seine Mitstreiter Jörg Schmitz, Silke Behrendsen und Andrea Ristow können sich gut vorstellen, das Projekt zu wiederholen. Allerdings sicher nicht schon im nächsten Jahr, sagte Drechsler.

Renate von Fraunberg

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Auto brannte lichterloh
Hat ein 24-Jähriger aus dem Raum Penzberg das Fahrzeug seiner Exfreundin angezündet? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Amtsgericht Weilheim. Am ersten …
Auto brannte lichterloh
„Calisthenics“ statt „Soccer-Käfig“
Einen „Soccer-Käfig“ wollte die Stadt dem Weilheimer Jugendhaus „Come In“ spendieren. Zwei Jahre wurde dafür geplant, doch die Umsetzung war schwierig. Und inzwischen …
„Calisthenics“ statt „Soccer-Käfig“
Schienenbruch: Anwohner hört lautes Geräusch - Strecke lange gesperrt - SEV-Busse überfüllt
Zwischen Weilheim und Huglfing verkehren keine Züge mehr. Der Grund ist ein Schienenbruch bei Polling, den ein Anwohner entdeckt hat. Die Strecke stand bis zum frühen …
Schienenbruch: Anwohner hört lautes Geräusch - Strecke lange gesperrt - SEV-Busse überfüllt
Wie im Horror-Film: Transporter verliert großes Sägeblatt - das fliegt Autofahrerin entgegen
Eine Autofahrerin ist am Freitag auf der Ortsumfahrung Peißenberg unterwegs gewesen. Auf ihrer Fahrt kam ihr nicht nur ein Kleintransporter entgegen - sondern auch ein …
Wie im Horror-Film: Transporter verliert großes Sägeblatt - das fliegt Autofahrerin entgegen

Kommentare