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Hand in Hand Richtung Kommunalwahl: Wolfgang Franz (li.) gratuliert Fritz Egold.

In Seeshaupt will SPD-Gemeinderat für CSU Bürgermeister werden

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Wen die CSU Seeshaupt-Magnetsried kürzlich als Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im kommenden Jahr aufgestellt hat, war für viele eine Überraschung: Fritz Egold, der derzeit noch für die SPD im Gemeinderat sitzt. Wenn der 53-Jährige die Wahl gewinnt, will er einiges verändern in Seeshaupt.

Seeshaupt – Fritz Egold ist ein alter Hase, was Kommunalpolitik angeht: Der 53-Jährige sitzt seit rund 18 Jahren im Gemeinderat in Seeshaupt – zuletzt für die SPD. Dass er nun zum Bürgermeister-Kandidaten der CSU gekürt wurde, mag viele in der Gemeinde am Starnberger See überrascht haben. Doch Egold beschwichtigt: „Ich war nie SPD-Mitglied.“ Im Seeshaupter Gemeinderat spielt die Parteipolitik seiner Erfahrung nach keine Rolle: „Unsere Arbeit ist keine parteipolitische Geschichte“, sagt Egold, „wir arbeiten über die Parteien hinweg sehr gut zusammen.“ Es gehe um das Wohl von Seeshaupt und nicht um Parteigeplänkel.

Fritz Egold ist gelernter Elektroinstallateur und hat zudem Versorgungstechnik studiert. Das Studium des Bürgermeisterkandidaten umfasse unter anderem mit „Energieversorgung, Wasser, Abwasser, Kommunikation all die Bereiche, die für eine Gemeinde von außerordentlich hoher Wichtigkeit sind“, schreibt der Ortsvorsitzende der CSU Seeshaupt-Magnetsried, Wolfgang Franz, über den Bürgermeisterkandidaten. Egold habe 25 Jahre lang Berufserfahrung bei einem Planungsbüro sowie bei Gemeinden und Staatsbauverwaltungen gesammelt – unter anderem beim Staatlichen Bauamt – und dabei auch Projekte gesteuert sowie Bau- und Tiefbauamtsleitung übernommen, so Franz.

Neben der Erledigung der Pflichtaufgaben und der Konsolidierung des Gemeindehaushaltes wäre es Egold als Bürgermeister ein Anliegen, das Klima im Seehaupter Gemeinderat wieder „so hinzubekommen, dass wir miteinander Politik machen“. Er sieht sich als ersten Diener der Gemeinde, der die Interessen aller Bürger von Seeshaupt, Magnetsried und Jenhausen wahrnimmt. „Ich möchte eine ordentliche, transparente Politik für Seeshaupt hinbekommen, bei der sich die Bürger gut vertreten fühlen und vielleicht sogar im Gemeinderat mitarbeiten möchten“, sagt Egold.

Fritz Egold ist ein Seeshaupter Urgestein, ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Noch ist er auch kein Mitglied der CSU. Ob er bei einem Wahlerfolg als Bürgermeister Mitglied der Partei werden wird, weiß er noch nicht: „Darüber mache ich mir gegebenenfalls nach dem 15. März 2020 Gedanken.“

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