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Bleibt so, wie es ist: D as Grundstück an der St.-Heinricher-Straße.

Bauantrag fällt durch

Kein neues Haus am See in Seeshaupt - darum sagt der Gemeinderat „Nein“

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Der Gemeinderat Seeshaupt sagt „Nein“ zum Bau eines Wohnhauses an der St.-Heinricher-Straße direkt am Starnberger See. Der Seezugang solle so weit wie möglich freigehalten werden.

Seeshaupt– Um sich ein Bild zu verschaffen, wurde eher ungewöhnlich gehandelt: Wie Bürgermeister Michael Bernwieser in der Sitzung des Gremiums erläuterte, waren die Gemeinderäte zur Ortsbesichtigung in ein Boot gestiegen, um das Ufer abzufahren. „Der Gemeinderat hat sich intensiv damit befasst“, sagte der Bürgermeister, als er die Pläne vorstellte.

Das Gelände liegt an der St.-Heinricher-Straße 9 in Seeshaupt und ist im Bebauungsplan als „private Grünfläche ohne Bauraum“ festgesetzt, obwohl auf dem Gelände ein Wochenendhaus steht, das im Jahr 1946 genehmigt wurde. Der Wunsch des Antragsstellers war nun, das vorhandene Haus abzubrechen und an dessen Stelle ein Einfamilienhaus mit zwei Stellplätzen zu bauen. Dazu hätte der Bebauungsplan „Westlich Lido Teil II“ geändert werden müssen, was der Bauinteressent beantragt hatte. Ein Haus an dieser Stelle bedeute die „Erfüllung eines lebenslangen Traumes“, so hatte der Baubewerber seine Pläne begründet.

Das Grundstück befindet sich direkt gegenüber des „Seeschlösschens“ am Ufer des Starnberger Sees. Das Haus war zweigeschossig geplant, die St-Heinricher-Straße sollte mit einem Aufzug zu erreichen sein. Wie Bernwieser ausführte, haben sich die Antragsteller viel Arbeit mit diesem Plan gemacht.

„Ich habe Bedenken bezügliches dieses Baus am See“, sagte Gemeinderat Peter Blaut. Nach der Bayerischen Verfassung sei der Seezugang so weit wie möglich frei zu halten. „In dem Moment, wo wir die Bebauung dort zulassen, wird der Seezugang immer mehr eingeschränkt“, sagte Blaut. Auch Gemeinderat Fritz Stuffer äußerte die Bedenken, dass ein Bau dort „immer mehr Begehrlichkeiten schafft.“

Auch der Bauausschuss hatte das Vorhaben im Vorfeld kritisch betrachtet und gegen die Änderung des Bebauungsplanes votiert. Dem schloss sich der Gemeinderat mit einem einstimmigen „Nein“ an.

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