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Die CSU Seeshaupt-Magnetsried unter dem Ortsvorsitzenden Wolfgang Franz (2.v.r.) stellte ihre Kandidaten auf. Bürgermeisterkandidat ist Fritz Egold (4.v.l.).

Gemeinderatswahl am 15. März

Seeshaupt: CSU will auch Neuen eine Chance geben

  • Stephanie Uehlein
    VonStephanie Uehlein
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Mit dem derzeitigen SPD-Gemeinderat Fritz Egold hat die CSU Seeshaupt-Magnetsried schon vor Monaten ihren Bürgermeisterkandidaten gekürt (wir berichteten). Jetzt steht fest, wer mit Egold auf der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl am 15. März steht.

Seeshaupt – Fünf Sitze hatte die CSU Seeshaupt-Magnetsried bei der Kommunalwahl 2014 geholt. Inzwischen hat sie allerdings nur noch drei – sowohl Max Amon als auch Petra Eberle orientierten sich politisch neu.

Bei der Kommunalwahl im März will es der CSU-Ortsverband mit einer Liste von 16 Kandidaten erneut wissen. Bei der Aufstellungsversammlung, die diesen Monat im Sportheim in Seeshaupt stattfand, wurde die vorher erarbeitete Liste einstimmig abgesegnet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Mit Daniel Frey, Christian Tomulla und Jan von Gruchalla stehen die drei aktuellen CSU-Gemeinderäte auf den Plätzen 4, 6 und 13. Dass sie nicht – hinter Spitzenkandidat Fritz Egold – ganz vorn auf der Liste stehen, begründet Ortsvorsitzender Wolfgang Franz damit, dass die Erfolgschancen kompetenter Neulinge, darunter auch Frauen, erhöht werden sollten. Die derzeitigen Gemeinderäte, so Franz, hätten bei der Wählerschaft ohnehin einen hohen Bekanntheitsgrad.

Egold hatte für eine Überraschung gesorgt, als er sich als SPD-Gemeinderat zum CSU-Bürgermeisterkandidaten küren ließ. Er war aber nach eigenen Worten nie SPD-Mitglied. Seine Entscheidung, bei der Kommunalwahl für die CSU anzutreten, verteidigte er auch damit, dass im Gemeinderat Seeshaupt Parteipolitik keine Rolle spiele.

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Der Bürgermeisterkandidat sieht sich laut der Pressemitteilung als „Dienstleister für alle Bürgerinnen und Bürger“ und setzt auf eine „parteiübergreifende, offene Diskussionskultur“. „Die Gemeinde mit ihrer Verwaltung verstehe ich als Dienstleistungszentrum, in dem Bürgerfragen und -anliegen offen und ohne Vorbehalte aufgenommen werden. Niemandem sollen in Zukunft die Türen des Bürgermeisterzimmers verschlossen bleiben“, wird Egold zitiert.

Herausforderungen der nächsten Legislaturperiode sind für ihn die Stabilisierung der Gemeindefinanzen und das Aufarbeiten kommunaler Pflichtaufgaben wie die Sicherung der Wasserversorgung, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Auf dem Programm stünden aber auch viele andere Projekte – von der Dorfentwicklung bis zum Schutz der Landschaft rund um Seeshaupt.

CSU-Neujahrsempfang: Für Sonntag, 26. Januar, ab 19 Uhr lädt die CSU Seeshaupt-Magnetsried zum Neujahrsempfang ins Ristorante „Luigi“ im Sportzentrum ein. Bei der Veranstaltung sind auch Bundestagsabgeordneter Alexander Dobrindt und die Landtagsabgeordneten Ute Eiling-Hütig und Harald Kühn dabei.

Die Gemeinderatskandidaten der CSU Seeshaupt-Magnetsried:

1. Fritz Egold (Dipl.-Ing., Projektleiter/ Staatliches Bauamt Weilheim, Gemeinderat), 

2. Dorothee von Jungenfeld (Juristin), 

3. Kornelia Wunder (Geschäftsführerin), 

4. Daniel Frey (Metzgermeister, Gemeinderat), 

5. Hubert Dommaschk jun. (Gastronom), 

6. Christian Tomulla (Handwerksmeister, Gemeinderat), 

7. Adrian Siedentopf (M.A., Kurator), 

8. Peter Gleich (Dipl.-Ing./FH, Rentner), 

9. Wolfgang Franz (Unternehmensberater), 

10. Rudolf Seidler (Schreinermeister), 

11. Barbara Koch (Direktionsassistentin), 

12. Josef Sporer (Dipl.-Ing., Geschäftsführer), 

13. Jan von Gruchalla (Dipl.-Handelslehrer/Univ., Unternehmensberater HWK Obb., Gemeinderat), 

14. Matthias Fink (Dipl.-Ing./FHMaschinenbauingenieur), 

15. Roswitha Knossalla (Erzieherin), 

16. Henry Lidl (Buchhaltungsleiter).

Für die Liste gibt es zwei Ersatzkandidatinnen: Annemie Kelley (B.A., Historikerin), Daniela Kossyk (Dipl.-Ing., Landschaftsarchitektin).

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