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Besuch am Mahnmal: Max Mannheimer im Jahr 2007 mit der ehemaligen SPD-Landesvorsitzenden Renate Schmidt. 

Zeitzeuge setzte sich für Mahnmal in Seeshaupt ein

Max Mannheimer, ein gern gesehener Gast

Seeshaupt - Der am Freitag verstorbene Max Mannheimer war häufig in der Region. Er setzte sich auch für das Mahnmal in Seeshaupt ein.

 Max Mannheimer ist am Freitag im Alter von 96 Jahren verstorben. Das Leben und Wirken des Auschwitz-Überlebenden, der als Zeitzeuge unermüdlich über die Gräuel der NS-Zeit aufklärte, wurde allenthalben gewürdigt. Mit seiner klugen, menschenfreundlichen Ausstrahlung machte er die unerträglichen Geschichten erträglich. Auch in Seeshaupt hat er Spuren hinterlassen. Als 1994 die Diskussion um das Mahnmal das Dorf in zwei Lager spaltete, brachte er mit seinem Vortrag im katholischen Pfarrheim viele zum Nachdenken – erst recht mit seiner Führung über das Gelände des ehemaligen KZ in Dachau.

Sein persönlicher Einsatz für das Mahnmal ist nicht verwunderlich, denn Mannheimer wurde im nahen Tutzing aus einem KZ-Transport befreit, einen Tag vor den 2000 KZ-Häftlingen am Seeshaupter Bahnhof.

Deshalb kam Max Mannheimer nicht nur als Redner 1996 und 2001 zur Jahresfeier am 30. April, sondern immer wieder auch als willkommenerer Gast und enger Freund von Louis Sneh, der in Seeshaupt befreit wurde.

Nach der Gedenkfeier saß man noch in kleiner Runde beisammen – und dann durfte auch gelacht werden, wenn Mannheimer in seiner unvergleichlichen Art jüdische Witze erzählte.

Im Jahre 2008 haben auch die Bernrieder Max Mannheimer zu ihrer Gedenkfeier am Bahnhof eingeladen, und zudem sprach er mehrfach mit den Schülern des Penzberger und Weilheimer Gymnasiums. 

rf

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