Streit  zwischen Rennradler und Geländewagenfahrer

Mittelfinger gezeigt, dann ging's zur Sache

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Seeshaupt -  Erst wurde gehupt, dann kam ein Mittelfinger, und schließlich flogen die Fäuste. Die Akteure: ein Rad- und ein Geländewagenfahrer.

Ein 49-jähriger Münchener blieb am frühen Sonntagnachmittag mit dem Rennrad auf der Ortsverbindungsstraße von Seeshaupt zur Hübschmühle stehen, um sein Navigationsgerät zu überprüfen. Zu diesem Zeitpunkt kam ein 54-jähriger Seeshaupter mit seinem Geländewagen angefahren, und da der Radfahrer auf der Fahrbahn stand, hupte er. Das wiederum veranlasste den Münchener, dem Geländewagenfahrer den Mittelfinger entgegenzustrecken. Der Seeshaupter hielt an, stieg aus und begann laut Polizei eine Diskussion mit dem Radler. Im Verlauf der verbalen Auseinandersetzung trat der Seeshaupter dann gegen das Hinterrad des Rennrads. Der Münchner revanchierte sich mit einem Tritt gegen den Kotflügel, als der 54-Jährige losfuhr. So hielt der Geländewagenfahrer wieder an, und es kam zur körperlichen Auseinandersetzung. 

Der Seeshaupter erhielt vom Münchener einen Schlag ins Gesicht, doch stürzte der Radfahrer im Gerangel und verletzte sich ebenfalls leicht. Der Geländewagenfahrer aus Seeshaupt verständigte schließlich die Polizei, weshalb sich der 49-Jährige auf seinen Drahtesel schwang und über die Staatsstraße in Richtung Seeshaupt die Flucht antrat. Dabei wich er auf einen unbefestigten Weg aus, um nicht geschnappt zu werden. Er wurde jedoch wenige Zeit später im Ortsbereich durch eine Streife der Polizei Penzberg gestellt.

Bei der Aufnahme der Anzeigen beschuldigten sich die Kontrahenten gegenseitig, weswegen gegen beide ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und Körperverletzung eingeleitet wurde. Beim Rennradfahrer kommt zusätzlich eines wegen Beleidigung dazu.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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