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Feierlich wurden 20 Jahre Partnerschaft begangen. 

Seeshaupt: Fest für eine lebendige Partnerschaft

Seit 20 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Seeshaupt und Kreuzenort in Oberschlesien. Das wurde am Samstag groß in Seeshaupt gefeiert.

Seeshaupt Zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Seeshaupt und Kreuzenort wurde am Partnerschaftsstein vor dem Rathaus eine zweite Gedenktafel enthüllt: „Partnerschaft Kreuzenort (PL) Seeshaupt 29.5.1999“, so die Inschrift.

Zur Enthüllung der Tafel begrüßte der Seeshaupter Bürgermeister Michael Bernwieser Vertreter der Gemeinde Kreuzenort – polnisch Krzyzanowice –, darunter seinen Amtskollegen Gregor Uracki. Bernwieser konnte auf einen Dolmetscher verzichten, „da alle Gäste Deutsch verstehen“. Da es umgekehrt mit den Sprachkenntnissen schlechter aussieht, sprach auch Uracki auf Deutsch.

Der Bürgermeister aus der 2000 Einwohner zählenden Gemeinde in Oberschlesien blickte zurück auf die gemeinsamen Aktivitäten der beiden Partnergemeinden während seiner Amtszeit. Neben den gegenseitigen Besuchen, den Aktivitäten der Fußballer und der Schulen sei ihm vor allem das Loisachgaufest in guter Erinnerung geblieben. Zum Abschluss seiner Festrede dankte er den Gründern der Partnerschaft: „Ihnen und den europäischen Werten ist es zu verdanken, dass wir uns hier treffen.“ Nachdem die Musikkapelle Seeshaupt die Hymen von Polen, Deutschland und Europa gespielt hatten, zogen die Fahnenabordnungen aus Kreuzenort und aller Seeshaupter Vereine zur Fortsetzung des Festabends in die „Seeresidenz Alte Post“, wo die Partnerschaft nach zwei Jahrzehnten von den Bürgermeistern per Unterschrift bestätigt wurde.

Kreuzenort liegt zehn Kilometer südlich von Ratibor in Oberschlesien. In dem Dorf, das etwa so groß wie Seeshaupt ist, engagieren sich neben der Gemeinde unter anderem die Feuerwehr, der Sportverein, der „Deutsche Freundschaftskreis“ und der Frauenverein für die Partnerschaft mit Seeshaupt.

Dass diese Verbindung entstand, ist Hans Hirsch zu verdanken, der von 1993 bis 2002 Seeshaupter Bürgermeister war. Der gebürtige Schlesier stammte aus einem Dorf in der Nähe von Kreuzenort. Begonnen hat die Geschichte der Partnerschaft laut Hildegard Hirsch – der Witwe des im Jahr 2017 verstorbenen ehemaligen Bürgermeisters – in den neunziger Jahren mit einem Besuch von Bürgermeistern aus dem Landkreis Weilheim-Schongau in Schlesien. Damals hatten sich ihr Mann Hans und sein Amtskollege aus Kreuzenort kennen gelernt. Bei einem weiteren Besuch bereiteten sie die Gründung der Partnerschaft vor, die am 29. Mai 1999 geschlossen wurde. Zehn Jahre später wurde auch eine Partnerschaft zwischen den beiden Schulen der Gemeinden geschlossen, die mit regelmäßigem Schüleraustausch gepflegt wird. Heute ist Barbara Kopf als Referentin im Gemeinderat für die Partnerschaft zuständig.

Alfred Schubert

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