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Das künftige „Gärtnereiquartier“: am Ende der Stichstraße, hinterm Tor soll es weitergehen. 

Seeshaupt

Bedenken gegen „Gärtnereiquartier“

Gegen die Pläne für das „Gärtnereiquartier“ in Seeshaupt melden Anlieger Bedenken an. Es geht um eine Stichstraße.

Seeshaupt – Auf dem 1,5 Hektar großen Gelände der „Baumschule Demmel“ in Seeshaupt soll in den kommenden Jahren das „Gärtnereiquartier“ mit rund 40 Wohneinheiten entstehen (wir berichteten). Auf seiner Sitzung Anfang Januar beschloss der Seeshaupter Gemeinderat, mit der Gegenstimme von Armin Mell, den angrenzenden Bebauungsplan „Südlich St. Heinricher Straße Teil 1“ um einige Privatgrundstücke zu erweitern – um die neue Wohnanlage mit der bestehenden Bebauung verflechten zu können. Außerdem wurde eine Veränderungssperre beschlossen. Im Klartext: Eine private Stichstraße soll als öffentliche Straße über das Gärtnereiquartier bis zur Baumschulenstraße verlängert und zusätzlich ein neuer Fußweg zwischen St. Heinricher- und Rosenstraße angelegt werden.

Der führt allerdings zum Teil über Privatgrund; dessen Besitzer hat trotz eines Tauschangebots bislang keine Zustimmung signalisiert. Aber auch andere Nachbarn wehren sich inzwischen gegen Fußweg und öffentliche Straße, unter anderem weil sie um ihre Ruhe an der verkehrsarmen Sackstraße fürchten.

Für das „Gärtnereiquartier“ brauche sie weder eine Straße noch einen Fußweg, sagte Demmel-Erbin Katharina Heider klipp und klar. Auf ihrem Gelände sei genug Platz für die Erschließung. Aber aus städtebaulicher Sicht sei die Anbindung ans Dorf wichtig. Das könne man zum Beispiel am Bürgermeister- Schallenkammer-Weg sehen, an der Schulgasse oder im Wohngebiet beim Mahnmal, erklärte die Seeshaupterin, die selbst Architektin ist.

Mit „öffentlichem Interesse“ verteidigt auch Seeshaupts Bürgermeister Michael Bernwieser den Beschluss des Gemeinderats. Im Übrigen appelliert er an die Beschwerdeführer, mit ihren Einwänden zu warten, bis der Planentwurf auf dem Tisch liegt, voraussichtlich Ende Februar/Anfang März.

Er werde dann – wie bei solchen Verfahren üblich - alle Anlieger ins Rathaus einladen, um sie über die konkrete Planung zu informieren. Bei der anschließenden öffentlichen Auslegung könnten sie – wie alle anderen Seeshaupter Bürger auch – ihre Bedenken vorbringen.

Renate von Fraunberg

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