Ein erster Entwurf des Geh- und Radweges von Weilheim nach Seeshaupt. Viel zu sehen ist noch nicht, bisher ist nur eine rote Linien eingezeichnet. Die Grundstücksverhandlungen mit den Anliegern stehen noch aus.
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Ein erster Entwurf des Geh- und Radweges von Weilheim nach Seeshaupt. Viel zu sehen ist noch nicht, bisher ist nur eine rote Linien eingezeichnet. Die Grundstücksverhandlungen mit den Anliegern stehen noch aus.

Im Gemeinderat vorgestellt

So soll der Radweg zwischen Seeshaupt und Weilheim verlaufen

  • VonJennifer Battaglia
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Bereits im April 2018 hatte das Staatliche Bauamt mit der Stadt Weilheim und der Gemeinde Seeshaupt Vereinbarungen für einen Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße getroffen. Ein erster Entwurf dazu wurde nun kürzlich im Gemeinderat Seeshaupt präsentiert und abgesegnet.

Seeshaupt – Einstimmig fiel das Votum in der jüngsten Sitzung des Seeshaupter Gemeinderats für den ersten Entwurf des Geh- und Radweges zwischen der Stadt Weilheim und der Gemeinde am Starnberger See aus. Alle Anwesenden waren mit der vorläufigen Planung des renommierten Ingenieurbüros WipflerPLAN einverstanden. Der neue Weg soll entlang der Staatsstraße 2064 entstehen.

„Dieser allererste Entwurf wird sich freilich noch ändern“, sagte Bürgermeister Fritz Egold an die Gemeinderäte gerichtet. „Aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, bekräftigte er.

Egold möchte in und mit seiner Gemeinde dem Klimawandel Rechnung tragen. „Wir wollen die Verkehrswende herbeiführen und dafür brauchen wir mehr Radwege“, sagte er nach der Sitzung auf Anfrage.

Dass der Ort Seeshaupt Radlern mehr Raum geben möchte, zeigt sich an der Tatsache, dass erst kürzlich die Tutzinger Straße zwischen Bernried und der Gemeinde in eine Fahrradstraße umgewandelt wurde. Radler haben seitdem hier Vorrang, sie dürfen nebeneinander fahren und Autofahrer müssen besondere Rücksicht nehmen. Es herrscht ein Tempolimit von 30 km/h.

So schnell wie die Tutzinger Straße zur Fahrradstraße wurde, wird der geplante Radweg freilich nicht entstehen. Die Grundstücksverhandlungen, sowohl auf der Weilheimer als auch auf der Seeshaupter Seite, stehen nämlich noch aus.

„Kein leichtes Unterfangen“

„Das ist kein leichtes Unterfangen“, sagt Andreas Lenker vom Staatlichen Bauamt Weilheim. So sei bisher auch noch nicht klar, ob der Geh- und Radweg nördlich oder südlich der Staatsstraße entstehen solle. Außerdem spielt der Naturschutz eine große Rolle, weshalb eine erste naturschutzfachliche Grobplanung bereits durchgeführt wurde. Bevor jedoch die Planungen weiter konkretisiert werden können, müssen zunächst die Verhandlungen mit den Anliegern ins Rollen kommen. „Die Realisierung eines Radweges von Bernried nach Seeshaupt sieht da deutlich einfacher aus“, so Lenker weiter.

Der Seeshaupter Bürgermeister Egold kam in der Gemeinderatssitzung ebenfalls auf die konkreten Schwierigkeiten der Streckenplanung zu sprechen. Er nannte die Ortsdurchfahrt von Magnetsried einen „neuralgischen Punkt“, sprich: Hier wird es eng, da die Häuser sehr nahe am Straßensaum stehen. Alternative Lösungen werden benötigt. Gemeinderat Christian Tomulla wies auf ein weiteres Nadelöhr hin: die Bahnunterführung nach dem Kreisverkehr vor Seeshaupt.

Ringschluss bis Iffldorf vom Bürgermeister gewünscht

Auch wenn der Bau des Geh- und Radweges keine leichte Angelegenheit zu sein scheint, waren sich in der Sitzung am Dienstag doch alle Gemeinderatsmitglieder einig: Ein solcher Alltagsroutenweg wäre schon etwas Tolles und sie stimmten ohne Gegenstimme für den Entwurf.

Für Bürgermeister Egold soll es nicht bei einem neuen Geh- und Fahrradweg bleiben – er strebt einen Ringschluss bis zur Gemeinde Iffldorf an. Mit seinem Iffeldorfer Amtskollegen Hans Lang hat Egold darüber bereits darüber gesprochen.

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