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Zum Start respektvollen Umgang gefordert

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Der von Armin Mell (r.) vereidigte Bürgermeister Fritz Egold wurde auch zum Standesbeamten bestellt. © Stöbich

Gleich in der ersten Sitzung musste der neue Gemeinderat Seeshaupt einen Abstimmungs-Marathon über 100 Minuten zurücklegen. Dabei wurden außer den Bürgermeister-Stellvertretern auch zahlreiche Ausschussmitglieder und Referenten gewählt.

Seeshaupt – Weil Bernd Habich (PfB) der einzige Kandidat für den Posten des zweiten Bürgermeisters war, ging seine Wahl zügig und einstimmig über die Bühne. Spannender war die Entscheidung, wer dritter Bürgermeister werden würde, denn mit Max Amon (CSU) und Armin Mell (FDP) traten zwei Bewerber an. Mit nur einer Stimme Mehrheit (9:8) setzte sich Mell durch, anschließend wurde die Geschäftsordnung als Grundlage für die Arbeit der kommenden sechs Jahre genehmigt.

Amon fordert respektvollen Umgang im neuen Gremium

Zu Beginn der Sitzung in der Mehrzweckhalle hatte sich Amon vor einer ungewöhnlich großen Zuhörerkulisse mit einem Appell an seine Ratskollegen gewandt. Er forderte einen respektvollen Umgang im neuen Gremium, „um ohne Parteipolitik dem Wohl der Gemeinde zu dienen“. Im Rückblick auf die beiden vergangenen Legislaturperioden sprach er von schwierigen Startphasen und „unsäglichen Diskussionen“. Nicht selten sei die Zusammenarbeit von Misstrauen und Vorwürfen geprägt gewesen: „Das sollten wir vermeiden und faire Sacharbeit machen.“

Erste Eindrücke von kommunalpolitischer Arbeit konnten dann auch gleich die sechs neuen Ratsmitglieder sammeln. Bürgermeister Fritz Egold vereidigte Reinhard Weber, Dorothee von Jungenfeld, Benedikt Fischer, Christian Höck, Kristine Helfenbein und Andreas Rilk. Für die Besetzung von 20 Referaten zu verschiedenen Bereichen wie Heimatpflege, Tourismus, Umwelt oder Wirtschaftsförderung hatte die Verwaltung namentliche Vorschläge mit bis zu vier Mitgliedern vorgelegt. Diese sollen künftig projektbezogene Arbeit leisten und dabei als Bindeglied zwischen Bürgern und Gemeinde fungieren, so der Wunsch von Fritz Egold.

Stöbich
© Neu im Gemeinderat sind (von links) Reinhard Weber. Dorothee von Jungenfeld, Benedikt Fischer, Christian Höck, Kristine Helfenbein und Andreas Rilk

Stefan Müller waren das jedoch zu viele Leute für ein Referat und es entspann sich eine Diskussion über die Frage, ob man nicht lieber von Arbeitsgruppen oder Ausschüssen reden sollte. Schließlich segneten die Räte die Besetzung aber doch wie vorgeschlagen ab. Der Bürgermeister kündigte an, er wolle für Seeshaupt eigene Jugend- und Senioren-Beiräte ins Leben rufen. Er möchte für die Bürger und mit ihnen zahlreiche Projekte verwirklichen: „Es geht immer um unsere geliebte Heimat“, deshalb seien mitunter auch Kompromisse notwendig. Egold bezeichnete das Ratsgremium als „Schicksalsgemeinschaft für sechs Jahre“.

Das sind die Ausschussmitglieder: 

In der konstituierenden Sitzung wurden mehrere Ausschüsse gebildet, die dem Ratsgremium zuarbeiten sollen. Die Mitglieder im Finanzausschuss sind Max Amon und Bernd Habich (PfB), Jan von Gruchalla und Dorothee von Jungenfeld (CSU), Andreas Rilk und Peter Blaut (GrAS) sowie Armin Mell (FDP). Dem Bauausschuss gehören an Stefan Müller und Christian Höck (PfB), Daniel Frey und Christian Tomulla (CSU), Kristine Helfenbein und Peter Blaut (GrAS) sowie Reinhard Weber (SPD).

Im Planungsausschuss sitzen künftig Christian Höck und Stefan Müller (PfB), Jan von Gruchalla und Christian Tomulla (CSU), Kristine Helfenbein und Petra Eberle (GrAS) sowie Armin Mell (FDP). Mitglieder des Rechnungsprüfungausschusses sind Bernd Habich und Georg Leininger (PfB), Jan von Gruchalla und Daniel Frey (CSU), Andreas Rilk (GrAS) und Benedikt Fischer (FDP).

VON PETER STÖBICH

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 Sowas hat es wohl auch noch nicht gegeben: Um den künftigen Dritten Bürgermeister in Antdorf zu bestimmen,

wurde gekartelt.

Insgesamt 199 Gemeinderatssitzungen hat Michael Bernwieser als Seeshaupter Bürgermeister seit März 2008 geleitet. So war sein letzter Arbeitstag im Rathaus.

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