ARD stellt „Lindenstraße“ ein

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Blick von oben aufs Gärtnereiquartier in Seeshaupt 

Gärtnereiquartier Seeshaupt

Planer reagieren auf Kritik

Stichstraßen statt Straßenspange: Der PLaner hat auf die Kritik reagiert und Umplanungen für das sogenannte Gärtnereiquartier in Seeshaupt vorgenommen. Es soll auch mehr Wohnungen geben.

Seeshaupt – Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte der Münchner Stadtplaner Bernhard Landbrecht den überarbeiteten Rahmenplan für den westlichen Teil des Gärtnereiquartiers vor; für den östlichen Teil läuft schon die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes. Zwei Besonderheiten machen den Modellcharakter der Wohnsiedlung auf dem Gelände der Seeshaupter Baumschule „Demmel“ aus: die Lage – sie ist nur 500 Meter vom Dorfzentrum entfernt – und die flexiblen Grundrisse, die dank eines ausgeklügelten Baukastensystems je nach Lebenssituation ihrer Bewohner wachsen oder schrumpfen können.

Im Gegensatz zum ersten Entwurf soll das 1,5 Hektar große Wohngebiet nicht mehr über eine Straßenspange zwischen Baumschulen- und St. Heinricher Straße erschlossen werden, sondern über zwei getrennte Stichstraßen mit Wendehammer, die lediglich durch einen Fuß- und Radweg verbunden sind. Mit dieser „Variante 2“ haben Planer und Eigentümerin Katharina Heider auf die heftigen Debatten und die Kritik aus der Bevölkerung reagiert. Allerdings ist die umstrittene Umwandlung der Privatstraße an der St. Heinricher Straße zur öffentlichen Straße juristisch noch nicht geklärt (wir berichteten).

Neu an „Variante 2“ ist auch eine Tiefgarage mit Platz für 54 Fahrzeuge und nur noch 42 oberirdische Parkplätze, was deutlich besser zum Namen „Gärtnereiquartier“ passe, so der Tenor. Die Wohnungen sind auf ein großes, L-förmiges Mehrfamilienhaus mit Maisonettewohnungen verteilt sowie auf Ketten-, Doppel-, Einzel- und sogenannte Gartenhof-Häuser. Rechnet man die fünf Wohneinheiten im jetzigen Bürohaus der Baumschule dazu sowie die drei Doppelhäuser im östlichen Teil, kommt man auf knapp 60 Wohnungen; zu Beginn der Planung war von 40 bis 45 Einheiten die Rede. Die exakte Zahl lässt sich allerdings erst im Bebauungsplan ablesen.

Zumindest im öffentlichen Teil der Sitzung diskutierte das Gremium nur kurz über „Variante 2“, bevor alle Gemeinderäte bis auf Armin Mell zustimmten. Gemeinderätin Ulrike Xylander war angetan von der Flexibilität der Wohnformen, die junge und ältere Menschen zusammenbringe. Auch Bürgermeister Michael Bernwieser lobte die „intelligente Planung“ für eine innerörtliche Verdichtung – „alles super bedacht.“ 

Renate von Fraunberg

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