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Asylpolitik im Mittelpunkt: die Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig (rechts). 

Neujahrsempfang der CSU seeshaupt

„Die Ärmel hochkrempeln“

Seeshaupt – Wie könnte es anders sein? Auch beim Jahresempfang der CSU Seeshaupt-Magnetsried war die Flüchtlingsfrage das beherrschende Thema.

 Die Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig sprach aus der Warte der Landespolitik, und Landrätin Andrea Jochner-Weiß erzählte, wie sie mit der Realität fertig werden muss. Eiling-Hütig, die Abgeordnete aus dem Stimmkreis Starnberg und als solche für Seeshaupt zuständig, berichtete von der Klausurtagung in Wildbad Kreuth und ganz aktuell vom „Asylpaket 2“, das nicht zuletzt auf Drängen ihrer Partei zustande gekommen sei.

Jochner-Weiß begrüßte vor allem die darin geplante Einschränkung bei der Familienzusammenführung. „Das würde unsere Arbeit schon sehr erleichtern“, meinte sie. Offen gab die Landrätin zu, dass sie sich bei ihrem Amtsantritt vieles einfacher vorgestellt habe. Aber angesichts von 55 neuen Asylbewerbern pro Woche „muss man halt die Ärmel hochkrempeln und quasi rund um die Uhr nach passenden Quartieren suchen“.

Im Landratsamt sei man froh, dass die Gemeinde Seeshaupt mitmacht, wenn natürlich auch die Seeshaupter lieber weniger als mehr Flüchtlinge aufnehmen wollen. Jochner-Weiß ist zuversichtlich, dass man eine gleichmäßige Verteilung im Landkreis schafft. Bekanntlich gibt es noch immer Kommunen, die noch keine Asylbewerber aufgenommen haben.

Wie Ute Eiling-Hütig und Andrea Jochner-Weiß betonte auch der CSU-Ortsvorsitzende Wolfgang Franz die „beispielhafte Hilfsbereitschaft der Ehrenamtlichen“ in seiner Begrüßung. Gut 40 Seeshaupter waren ins Restaurant „Luigi“ ins Schützenstüberl gekommen, darunter neben CSU-Mitgliedern viele Gemeinderäte – und Ewin Jabir. Der Syrier ist quasi Seeshaupts gutes Beispiel für geglückte Integration; er und seine Familie haben im Dorf eine Wohnung gefunden und Ewin Jabir eine Arbeitsstelle in der „Seeshaupter Landküche“.

Beim Jahresempfang kamen aber auch Seeshaupter Angelegenheiten zur Sprache, zum Beispiel das „Priestergrab“ auf dem gemeindlichen Friedhof, das umgestaltet werden soll. Dafür bekam Kirchenverwalter Max Amon von der CSU 300 Euro als Spende; das Geld war bei der Weihnachtstombola zusammengekommen. Renate von Fraunberg

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