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Verdiente Gemeindemitglieder wurden von den Pfarrern der evangelischen Kirchengemeinde Penzberg geehrt: (von links) Sandra Gassert, Sonja Steiner, Klaus Pfaller, Renate von Fraunberg, Gertrud Knauss, Andreas Pilat und Ursula Schwager. 

Kirchengemeinde

Seit 40 Jahren Mesnerin in Seeshaupt

Seeshaupt/Penzberg - Sie ist eine „evangelische Institution“: Die Kirchengemeinde ehrt Renate von Fraunberg und weitere ehrenamtliche Mitarbeiter.

Viel Lob gab es beim Neujahrsempfang für die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Penzberg: Verdiente Aktive wurden im Gemeindehaus für ihren langjährigen Dienst geehrt. Viel Applaus erhielt Renate von Fraunberg: Die Seeshaupterin (69) ist seit 40 Jahren Mesnerin in der dortigen evangelischen Kirche.

Der damalige Pfarrer Wolfgang Itze habe im Ort herumgefragt, ob nicht jemand die Arbeit übernehmen wolle, erinnerte sich von Fraunberg. Als sich die Familie die Kirche samt dazugehörigem Wohnhaus und großem Garten angeschaut hatte, fiel Renate von Fraunberg die Entscheidung nicht schwer. Die Tätigkeit hatte nämlich viele Vorteile: „Wir haben am Anfang schnell Kontakt bekommen.“ Im Lauf der Jahre wuchs die Mesnerin in ihre Aufgabe herein, aus dem eigentlichen Kirchendienst – „man ist so eine Art Hausmeister“, sagte die Jubilarin – entwickelte sich viel mehr. Renate von Fraunberg und ihr Mann Bero von Fraunberg wurden als direkte Nachbarn des Gotteshauses Ansprechpartner und Anlaufstelle in vielen Lebenslagen. „Man ist eine evangelische Institution in Seeshaupt“, so die Mesnerin, die auch nahezu so lange als freite Mitarbeiterin für die Heimatzeitung tätig ist. Auch für sich selbst hat die 69-Jährige eine Menge aus ihrer Tätigkeit herausgezogen. „Man kommt dem Glauben näher und sieht dessen Bedeutung fürs eigene Leben.“ Von ihrem Arbeitgeber erfährt Fraunberg große Wertschätzung. Sie sei „nicht nur Mesnerin, sondern sie ist viel mehr für unsere Gemeinde“, sagte Pfarrer Klaus Pfaller und hob „das schöne Miteinander“ hervor.

Geehrt wurden beim Empfang weitere Gemeindemitglieder: Gertrud Knauss aus Kochel engagierte sich seit 1983 als Prädikantin, als Laienpredigerin in Penzberg und Kochel und hörte damit heuer auf. Sonja Steiner begeht heuer ihr 20-Jähriges als Betreuerin im „Haus für Kinder“ in Penzberg. Und Andreas Pilat leitet seit zehn Jahren den Posaunenchor.

Von dessen musikalischen Qualitäten hatten sich zuvor die Gläubigen beim Gottesdienst in der vollbesetzten Martin-Luther-Kirche überzeugen können – und am Ende viel Applaus gespendet. Pfarrerin Ursula Schwager würdigte beim Empfang das Engagement aller Mitglieder: „Sie geben so viel Kraft und Zeit für das Zusammenleben in unserer Gemeinde.“ Das ehrenamtliche Engagment sei „fast ein Wunder“ angesichts der alltäglichen Belastung aller Aktiven, sagte sie.

Pfarrerin Sandra Gassert erinnerte aber auch daran, dass in diesem Jahr ein weiteres Gemeindemitglied eine besondere Zahl an Arbeitsjahren vorweisen kann und das darüber wenig Aufhebens machen wollte: Pfarrer Klaus Pfaller selbst, seit acht Jahren Seelsorger in Penzberg, ist seit 30 Jahren als Pfarrer tätig.

Andreas baar

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