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Sepp Wiedemann (r.) mit Günter Fiebig beim Kehraus 2016.

Interview mit dem Narrhalla-Vorsitzenden Sepp Wiedemann

Im Fasching „anbieten, was gewünscht wird“

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Was steht noch an bei der „Narrhalla Weilheim“ in diesem Fasching? Vorsitzender Sepp Wiedemann gab dazu im Interview Auskunft.

Weilheim – Auch wenn es in diesem Jahr turnusmäßig keinen Innenstadtfasching in Weilheim gibt – die örtliche „Narrhalla“ ist an diesem Faschingswochenende durchaus aktiv. Die Faschingsgesellschaft beteiligt sich am Sonntag, 26. Februar, am Faschingszug in Peißenberg, ehe sie am Faschingsdienstag, 28. Februar, unter ihrem Slogan „Steh’ auf und geh’ hin!“ in die Innenstadt Weilheim einlädt. Im Interview sprach die Heimatzeitung mit Narrhalla-Vorsitzendem Sepp Wiedemann darüber, wie es um den Fasching in Weilheim bestellt ist.

-Eigentlich stand bei der Narrhalla heuer ein ruhigerer Fasching an. Wie finden Sie es, dass es jetzt doch etwas anders aussieht?

Letztes Jahr, als wir den Faschingsumzug in Weilheim fast aus der Tasche gezaubert haben, sind unglaublich viele Menschen gekommen. An diesem Riesenerfolg waren auch Teilnehmer und Zuschauer aus anderen Orten beteiligt. Jetzt wurden wir eingeladen und unterstützen die anderen gern. Es funktioniert nämlich nur, wenn wir uns gegenseitig unterstützen. Außerdem wollten wir Weilheimern die Möglichkeit geben, im Peißenberger Fasching dabei zu sein.

-Wie sieht der Beitrag der Narrhalla zum Faschingszug in Peißenberg aus?

Wir bieten den Weilheimern die Plattform, sich mit einem Fahrzeug und mit Fußgruppen am Umzug zu beteiligen. Wer möchte, kann sich unserer Abordnung aus Weilheim anschließen, zu der auch Stadträte gehören. Bei den Vorbereitungen arbeiten wir mit Bürgermeister Markus Loth, Standortförderin Jutta Liebmann und Uta Orawetz, der Veranstaltungsreferentin des Stadtrats, zusammen. Wir werden von den Stadtwerken genauso unterstützt wie von der Wasserwacht Weilheim und der Tanzgruppe „Wild Angels“. Welches Thema das Faschingsfahrzeug hat, wird im Vorfeld natürlich nicht verraten.

-Und wer ist am Faschingsdienstag beim „Kehraus der Vereine“ und beim Kinderfasching in der Weilheimer Innenstadt im Einsatz?

Die Narrhalla, die Wasserwacht und die „Wild Angels“ sind der harte Kern. Die Stadt stellt die Bühne zur Verfügung, ich kümmere mich um Bühnendach und -technik. Garden aus anderen Orten, etwa aus Pöcking, Peißenberg und Polling, sind aber genauso dabei wie der Verein „ZaubererFünfSeenLand“. Insgesamt sind es etwa 30 bis 40 Menschen, die sich an der Organisation beteiligen, diejenigen, die Auftritte haben, noch nicht mitgezählt.

-Wie sieht es mit der Zukunft der Narrhalla-Garden aus?

Wir haben derzeit eine Garde und eine Kindergarde im Aufbau, auch wenn es aktuell keine Auftritte gibt. In der nächsten Saison wird es mit Sicherheit wieder Auftritte geben. Wir nehmen gerne noch Anmeldungen für die beiden Garden entgegen. Ausgebildet werden diese durch das Studio „Traumtanz“.

-Was erwartet die Weilheimer Bevölkerung dann nächstes Jahr im Fasching?

Es wird 2018 wieder einen Innenstadtfasching geben. Insgesamt ist es mein Anliegen, nicht in alte Klischees zu verfallen, sondern das anzubieten, was von den Menschen gewünscht wird, wie auch unseren Kinderball, der heuer ausverkauft war. Und deshalb sind wir in diesem Jahr auch in Peißenberg dabei.

Das ist am Faschingsdienstag geboten:

Am Faschingsdienstag regieren in der Innenstadt Weilheim ab 14 Uhr die Narren, dann nämlich findet dort der „Kehraus der Vereine“ mit Kinderfasching statt. Für den Beginn des Kinderfaschings wurde eine Schnapszahl gewählt: 14.14 Uhr. 

Für kleine und große Faschingsfans haben die Vereine um die „Narrhalla“ ein buntes Programm vorbereitet. Es treten Garden auf (siehe Interview), und es wird für die Besucher gezaubert. Darüberhinaus gibt es Mitmachspiele und Musik. An Ständen der Vereine werden zum Beispiel Crepes, Kaffee und Kuchen verkauft, aber auch alkoholische und alkoholfreie Getränke. Es gibt auch eine Sektbar. Der „Kehraus“ endet um 22 Uhr, der Kinderfasching bereits gegen 17 Uhr. 

Wegen des Faschingstreibens wird der Dienstags-Wochenmarkt vom Marienplatz auf den Kirchplatz verlegt. Der Verkauf läuft dort wie gewohnt von 8 bis 13.30 Uhr.

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