Ausbau von Weilheim bis zum Hirschberg

Sieben Überholspuren für die B2

Weilheim - Das staatliche Bauamt Weilheim hat große Pläne für die B 2. Von Weilheim bis zum Oberen Hirschberg soll sie ausgebaut werden - mit sieben Überholabschnitten.

Die Weilheimer Stadträte gehören zu denjenigen, die sich nicht so recht anfreunden wollen mit dem, was das staatliche Bauamt nördlich des Dietlhofer Sees plant: Über eine Brücke und weitläufige Einschleifungen sollen die Einmündungen von Gut Dietlhofen, Unterhausen und Wielenbach zusammengefasst und der Verkehr auf die B 2 geführt werden. Ein Kreisel, so die Stadträte, würde es sicher auch tun. Ein Kreisel tut es nicht, hält Günther Grafwallner, Chef des staatlichen Bauamtes Weilheim entgegen, nur mit einer Brücke sei das Problem zu lösen. Für einen Kreisel wie am Maxhof sei das Verkehrsaufkommen, vor allem das des Schwerverkehrs, zu hoch. „Wir haben hier eine der am stärksten befahrenen Bundesstraßen in Bayern“, so Grafwallner. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: 2005 wurden zwischen Weilheim und Wielenbach 17 386 Kraftfahrzeuge in 24 Stunden gezählt, im Jahr 2020 werden es laut dieser Prognose 25 300 sein.

Dazu kommt laut staatlichem Bauamt, dass es auf der B 2 mehrere Unfallschwerpunkte gibt - wegen des „Überholdrucks durch hohes Schwerverkehrsaufkommen“. Ein dreispuriger Ausbau zwischen Weilheim und dem Oberen Hirschberg soll die Lage entspannen, und zwar durch mehrere wechselseitige Überholabschnitte, es ist von sieben die Rede. Die Staatsstraßen sollen zudem höhenfrei neu angeschlossen werden. Das bedeutet, dass sich zwei oder mehr Straßen nicht mehr auf ein und der selben Ebene kreuzen, sondern mit Brücken über oder in Tunneln unterführt werden. Ein Beispiel dafür ist das in Weilheim umstrittene Brückenbauwerk nahe des Dietlhofer Sees, ein anderes das an der Einmündung der Staatsstraße aus Tutzing in die B 2.

Letzteres wird laut Grafwallner nun als nächstes Projekt an der B 2 im kommenden Jahr in Angriff genommen. Die Planung sei fertig und die Grundstücksverhandlungen seien abgeschlossen. Geklärt werden müsse aber noch die Finanzierung, denn der Bund und der Freistaat müssen sich einig werden, wie die Kosten in Höhe von drei Millionen Euro aufgeteilt werden. Eingeschlossen in diesen ersten Bauabschnitt ist der dreistreifige Ausbau der Bundesstraße von der Kreuzung bis hinunter nach Wilzhofen. Grafwallner rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Im Anschluss sei der Ausbau Richtung Oberer Hirschberg vorgesehen, ehe der südliche Abschnitt in Angriff genommen werde.

Alle Vorhaben dort bedürfen seinen Worten nach noch einiger Abstimmungen, speziell mit der Gemeinde Wielenbach und der Stadt Weilheim. Hier geht es um den dreispurigen Ausbau der B 2, den Anschluss des Wielenbacher Gewerbegebietes an die Bundesstraße. Dieses entwickle sich zu einem Anziehungspunkt für den Autoverkehr, vor allem der Supermarkt trage dazu bei. Mit der Stadt Weilheim habe es bislang nur erste Vorgespräche über den Anschluss der Straßen von Gut Dietlhofen und Unterhausen/Wielenbach gegeben. „Da wird noch viel zu reden sein“, so Grafwallner.

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