Siegfried Rauch tot Unfall Feuerwehr Untersöchering
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Siegfried Rauch ist nach einem Treppensturz gestorben.
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Siegfried Rauch ist nach einem Treppensturz gestorben.

Bei der Feuerwehr Söchering

Er stürzte die Treppe hinab: Große Trauer um „Traumschiff“-Kapitän Siegfried Rauch

Siegfried Rauch (85) ist tödlich verunglückt. Offenbar kam er bei einem Treppensturz in seinem bayerischen Wohnort Untersöchering ums Leben.

Update vom 16. März 2018: Nicht nur die TV-Zuschauer haben sich mittlerweile vom kürzlich verstorbenen Siegfried Rauch verabschiedet - Auch seine Angehörigen nahmen mit einer Todesanzeige im Münchner Merkur und tz Abschied vom Bergdoktor-Schauspieler.

Untersöchering - Der Schauspieler Siegfried Rauch, Millionen Menschen bekannt als ZDF-„Das Traumschiff“-Kapitän oder als Dr. Roman Melchinger im „Bergdoktor“, ist bei einem Treppensturz in seinem Wohnort Untersöchering südlich von München tödlich verunglückt. Das bestätigte die Polizei in Penzberg am Montag. Zuvor hatte Radio Oberland den Tod Rauchs gemeldet.

Wie die Bild-Zeitung berichtet lebte Rauch in Untersöchering unmittelbar neben dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr. Als sich die Feuerwehrmänner zu einer Besprechung trafen, schaute Rauch gegen 20 Uhr kurz in der Feuerwache vorbei.

Noch ist unklar, wie es zu dem tödlichen Unfall kam. Rauch soll sich ungefähr eine Viertelstunde bei den Feuerwehrleuten aufgehalten haben, dann sei er wieder gegangen. Nach ersten Informationen stürzte er die Treppe herunter und erlag seinen schweren Verletzungen noch am Unglücksort.

Rolle im „Traumschiff“ prägte Rauchs Leben 

Die Rolle des „Traumschiff“-Kapitäns Jakob Paulsen hat das Leben des Bayern besonders geprägt und wohl auch am besten zu ihm gepasst. Kapitän Paulsen hatte eigentlich nie schlechte Laune, unfreundlich war er auch nie, hilfsbereit und herzlich dagegen immer. Die Uniform adrett und blendend weiß, dazu dieses vertrauenswürdige Lächeln - diesen Blick hat Rauch nie verlernt. „Ein Kapitän muss etwas Väterliches haben“, hat Rauch einmal gesagt - und mit seiner Ruhe und Gelassenheit das auch ausgestrahlt.

Die Meldung seines Todes wurde auch auf der offiziellen der Facebook-Fanseite-Seite von Siegfried Rauch verkündet.

Anfang der 1970er Jahre gelang ihm der schauspielerische Durchbruch: 1971 spielte er im Klassiker „Le Mans“ an der Seite seines guten Freundes Steve McQueen einen Rennfahrer und überzeugte dabei ohne viele Worte. Der Sprung nach Hollywood wäre möglich gewesen, doch die bayerische Heimat war Rauch wichtiger als das große Geld in Amerika.

Siegfried Rauch: Glücklich in Bayern 

In der ländlichen Idylle mit Blick auf die Alpen fühlte er sich wohl, seit 1973 lebte er in einem Bauernhaus in der Nähe von Murnau. „Wenn ich arbeite, muss ich glücklich sein, und das kann ich nur in meinem Bauernhaus in Bayern und mit meiner Familie“, sagte er einmal in einem Interview.

Statt auf den Kinoleinwänden war Rauch immer öfter im Fernsehen zu sehen. So jagte er etwa in der Familienserie „Es muss nicht immer Kaviar sein“ ab 1977 als Spion Thomas Lieven über den Fernsehschirm - und zeigte dabei seine charmante Seite. Ab 1999 war Rauch dann für 14 Jahre das Gesicht des „Traumschiffs“.

Siegfried Rauch: Bekannt auch aus dem Bergdoktor

Bis ins hohe Alter stand er noch als Dr. Roman Melchinger in „Der Bergdoktor“ vor der Kamera, in der er auch in der aktuellen Staffel noch zu sehen ist. 2015 veröffentlichte er ein Album mit Liebesliedern und gab noch einige kleine Konzerte.

Von seinen Zuschauern wurde er für seine sanfte und bodenständige Art mit großer Beliebtheit belohnt. Ihm selbst war das eher suspekt. „Meine zwei Söhne sagen dazu immer: „Weil du so bist, wie du bist“, sagte Rauch vor seinem 85. Geburtstag - und blieb wie so oft pragmatisch: „Wieso soll ich denn auch anders sein?“

Im vergangenen Sommer war Rauch noch unter anderem im oberbayerischen Weilheim bei einer Lese-Reihe Anekdoten aus seinem Leben vorgetragen, wie merkur.de berichtete. „Das ist schon ein komischer Beruf. Da bin ich kein Kapitän, muss aber so lügen, dass man es glaubt“, sagte er damals über seine Parade-Rolle.

Ein Blick in sein Privatleben gab Rauch im Jahr 2012 in einem ganz persönlichen Gespräch. Damals erzählte Siegfried Rauch von seinem Leben bei der Familie, auf seinem Bauernhof in Untersöchering, wie auf merkur.de zu lesen ist.

dpa/va/fn

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