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Ein Hochstapler ging den Schleierfahndern der Grenzpolizeiinspektion Murnau jetzt bei Sindelsdorf ins Netz.

Sofort klickten die Handschellen

A95: Polizei stoppt verdächtiges Auto - und macht dabei einen Riesenfang

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Ein 21-jähriger Niederbayer wurde eher zufällig von Schleierfahndern gestoppt. Was die Beamten dann feststellten, ist einfach unglaublich.

Sindelsdorf - So hat sich ein 21-jähriger gebürtiger Niederbayer das Ende seines Österreich-Urlaubes wohl nicht vorgestellt. Am gestrigen Maifeiertag wurde er morgens von Schleierfahndern der Grenzpolizeiinspektion Murnau am Autobahnparkplatz Höhe Sindelsdorf einer Kontrolle unterzogen.

Die Grenzpolizisten hatten den richtigen Riecher, da sich im Laufe der Kontrolle herausstellte, dass nicht nur der Pkw, mit dem der Mann unterwegs war, wegen Betrugs zur Fahndung ausgeschrieben war, sondern der Fahrer auch keine gültige Fahrerlaubnis hatte.

Riesenfang auf A95: Das Auto war nicht bezahlt

Im Verlaufe der Sachbearbeitung wurde klar, dass der gelernte Koch den Pkw vor etwa einem Monat in einem Autohaus in Hessen unterschlagen hatte. Doch nicht genug. Vor der Einreise nach Deutschland hatte dieser sich mehr als eine Woche in einer Unterkunft in Österreich aufgehalten.

Riesenfang auf A95: Im Hotel als Jurist ausgegeben und dann einfach abgehauen

Der Hochstapler gab sich dort als Jurist aus und hatte das Hotel unter einem Vorwand verlassen, ohne die Rechnung in Höhe einer vierstelligen Summe zu bezahlen. Bei Kontaktaufnahme mit der österreichischen Polizei erfuhren die Schleierfahnder, dass die Hotelbesitzer bereits Anzeige in Österreich wegen Einmietbetrugs erstattet hatten.

Riesenfang auf A95: Behörden suchten bereits intensiv nach dem Hochstapler

Die Schleierfahnder staunten nicht schlecht, dass diese Erkenntnisse aber noch getoppt wurden: Bei weiteren Ermittlungen wurde klar, dass gegen den jungen Mann eine Vielzahl offener Ermittlungsverfahren wegen zahlreicher Betrügereien in Niederbayern bestehen und die dortigen Ermittlungsbehörden schon intensiv auf der Suche nach dem Mann waren. 

Da er keinen festen Wohnsitz hat und vermutlich in Haft gehen wird, musste der Betrüger und Hochstapler bis zu einer Entscheidung des Richters am heutigen Tag in Polizeigewahrsam bleiben. Der unterschlagene Pkw wurde sichergestellt. Die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit zwei Staatsanwaltschaften dauern an.

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