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Berichtete über unerfreuliche DInge: Spielgruppenleiter Erhard Mach. 

Treffen der Fußballgruppe Mitte in Sindelsdorf

Gruppe Mitte bleibt eine Problemgruppe - Spielgruppenleiter appelliert an Vereine

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Spielleiter und Schiedsrichter-Obmann schlagen Alarm: In der Fußball-Spielgruppe Mitte werden die Schiedsrichter immer weniger. Wenig Erfreuliches bekamen die Vereine bei der Spielgruppentagung in Sindelsdorf auch in Sachen „Liveticker“ zu hören.

Landkreis/Sindelsdorf Erhard Mach kam sofort zur Sache. Gleich zu Beginn seiner Rede bei der Versammlung im Gasthof „Burger“ in Sindelsdorf sprach der Chef der Spielgruppe Mitte das leidige Thema „Schiedsrichtermangel“ an und schickte gleich einen eindringlichen Appell an die Vereinsvertreter im Saal hinterher. „Es brennt wirklich“, sagte Mach, „es kommt noch so weit, dass die Vereine die Spiele ihrer zweiten Mannschaft selber pfeifen müssen“. Und das wolle keiner. Vor allem der Landkreis-Garmisch-Partenkirchen ist, was die Schiedsrichterei betrifft, fußballerisches Wüstengebiet. „Dort haben wir massivste Probleme, und es weitet sich immer mehr aus“, sagte Mach.

Fußball: Schiedsrichterobmann Klemens Wind zeichnet ein düsteres Bild

Ein düsteres Bild zeichnete auch Klemens Wind, Schiedsrichter-Obmann der Gruppe Weilheim: „Nachwuchsmangel führt zu teilweise unbesetzten Spielen.“ Ernüchternd war seinen Worten zufolge der jüngste Schiedsrichter-Neulingskurs in Peißenberg im vergangenen Jahr: Da gab’s acht Teilnehmer, drei von ihnen haben mittlerweile allerdings schon wieder aufgehört. Zwar gibt es laut Wind einige junge Talente, die aber steigen in der Hierarchie schnell auf und pfeifen dann höherklassig. Für die unteren Spielklassen stünden sie dann aber nicht mehr zur Verfügung, berichtete Wind. Mit einer Mischung aus Sorge und Wut verfolgt der Schiri-Obmann insbesondere die Entwicklung im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, wo die Zahl der lizenzierten Schiedsrichter fast an einer Hand abzuzählen ist. Namentlich erwähnte Wind den 1. FC Garmisch-Partenkirchen, dessen Erste Mannschaft in der Landesliga spielt. „Der Verein müsste sieben aktive Schiedsrichter stellen. Und wieviele hat er? Null.“ Nicht besser sehe es aber auch bei Klubs wie Ohlstadt, Eschenlohe oder Grainau aus (lesen Sie hierzu einen Kommentar des Autors).

Fußball: Nächster Schiedsrichter-Neulingskurs in Garmisch-Partenkirchen

Aus diesem Grund hält die Schiedsrichtergruppe Weilheim ihren nächsten Neulingskurs, der am kommenden Freitag, 19. Juli, beginnt, auch in Garmisch-Partenkirchen ab. Erfreulich: Für diesen Kurs liegen bereits 23 Anmeldungen vor. Davon kommen allerdings acht vom Ausrichter FC Megas Garmisch und sieben vom SV Uffing. „Ich weiß, dass ihr alle Probleme habt“, sagte Wind in Richtung der Vereine, „aber zum Spiel brauchen wir den Schiedsrichter“.

Fußball: Spielgruppe Mitte beim Liveticker im Kreis Zugspitze weiter Letzter

Schwierigkeiten gibt es iaber nicht nur in Sachen „Schiedsrichter“. Auch was den Liveticker angeht, ist die Spielgruppe Mitte im Kreis Zugspitze eine Problemzone. Obwohl er im vergangenen Jahr den Klubs in seiner Gruppe „schwer ins Gewissen geredet hat“, so Erhard Mach, hat sich die Lage kaum gebessert. In der Kreisklasse 3 betrug in der Saison 2018/19 die Tickerquote 58,6 Prozent (2017/18: 47,8). Den besten Wert weist die A-Klasse 6 auf (62,1), dagegen fällt die A-Klasse 5 stark ab (38,5). In den B- und C-Klassen bewegte sich der Wert in der abgelaufenen Spielzeit zwischen 12,7 und 16 Prozent. Zum Vergleich: In der Kreisliga beträgt der Wert 97 Prozent. „Mit diesen Zahlen bin ich mit meiner Gruppe im Kreis Zugspitze Letzter“, so Mach. Eine erhebliche Steigerung diesbezüglich sei nötig, schon allein aus finanziellen Gründen: „Wir haben Werbepartner, die das Ganze finanzieren“, so der Spielgruppenleiter. Sollten diese abspringen, „wird der Fußball noch teurer“.

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