Der neue Sindelsdorfer Bauhof mit Vereinsräumen soll im vorderen Bereich der Kiesfläche unweit des Sportheims (links im Bild) entstehen.
+
Der neue Sindelsdorfer Bauhof mit Vereinsräumen soll im vorderen Bereich der Kiesfläche unweit des Sportheims (links im Bild) entstehen.

Debatte im Gemeinderat

Bauhof Sindelsdorf: Neue Planung vorgelegt

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
    schließen

Schon seit Jahren möchte die Gemeinde Sindelsdorf einen zentralen Bauhof samt Vereinsräumen bauen. Jetzt gibt es eine neue grobe Planung, wie der Neubau neben dem Sportheim aussehen könnte. Spatenstich könnte noch heuer sein.

Sindelsdorf – Bereits seit über acht Jahren laufen die Überlegungen zum Bau eines zentralen gemeindlichen Bauhofs inklusive Vereinsheim auf dem Gelände des örtlichen Sportvereins. Im August 2019 wurden dann alle bisherigen Planungen für ein Gebäude in massiver Ziegelbauweise aufgrund der hohen geschätzten Kosten von rund 2,2 Millionen Euro für das reine Gebäude über den Haufen geworfen.

Im November vergangenen Jahres machte der neu gewählte Gemeinderat dann nach Unregelmäßigkeiten bei der Auftragsvergabe einen Beschluss des Vorgänger-Gremiums zum Bau einer Fertighalle rückgängig und sprach sich dafür aus, die bisherigen Planungen noch einmal grundsätzlich zu überdenken (wir haben berichtet).

In der jüngsten Gemeinderatssitzung diskutierten die Räte nun einen ersten groben Plan, wie diese neueste Bauhof-Variante aussehen könnte. Der Entwurf war vom Gemeinderat intern erarbeitet worden, wie Bürgermeister Andreas Obermaier (CSU) auf Nachfrage erläuterte. Sein Zweck sei es herauszufinden, „ob wir in diese Richtung weiter gehen oder nicht“.

In diesem neuen Entwurf würde sich an der ursprünglich angedachten Gebäude-Größe von 15 auf 30 Metern nichts ändern, so Obermaier. Errichtet werden soll der zweigeschossige Bau nach wie vor im vorderen Bereich der Kiesfläche unmittelbar neben dem Sportheim. In der neuen Planung würden sich die Vereinsräume nun jedoch nicht mehr über das komplette zweite Stockwerk erstrecken. Statt dessen ist ein großer Raum (elf auf 15 Meter) für die Vereine angedacht, der nur noch den vorderen Teil der oberen Etage einnehmen würde. „Er ist gedacht für unsere Vereine. Dass die sich da mal austoben können“, sagte Obermaier in der Sitzung. Beispielsweise könnten hier Musik- oder Plattlerproben stattfinden, so der Bürgermeister, betonte aber: „Natürlich muss man sich die Räumlichkeiten teilen.“ Wie Gemeinderat Christian Klinger (CSU) erläuterte, der an dem Entwurf mitgearbeitet hat, sollen im Erdgeschoss des Neubaus unter anderem zwei Werkstattbereiche, das Bauhof-Büro sowie Sozialräume und Sanitäranlagen Platz finden. Der Bauhof soll über vier Einfahrtstore verfügen.

In der zweiten Etage könnten außer dem großen Raum für die Ortsvereine eine Lagerbühne im hinteren Bereich sowie ein weiterer Werkstattbereich entstehen. Beides wäre dem Bauhof zugehörig. Über eine Außentreppe soll der Vereinsraum zugänglich sein. Gegenüber der vergangenen Planungen scheint diese neue Variante deutlich günstiger: Obermaier schätzt die Kosten dafür auf „600 000 bis 800 000 Euro“. Allerdings seien konkrete Summen derzeit wegen der Preissteigerungen bei manchen Baustoffen – etwa bei Holz – schwer abzuschätzen. Ob der Bau als Fertighalle errichtet werde oder als Massivbau, sei noch unklar. „Es ist noch nicht sicher, wie wir es machen.“

Einstimmig befürworteten die Sindelsdorfer Gemeinderäte die Grundzüge dieser neuen Planung. Als nächstes möchte Obermaier einen Architekten damit beauftragen, einen konkreten Entwurf zu zeichnen. Vielleicht, sagt er, könnte auch heuer noch mit dem Bau begonnen werden. Derzeit seien die Unabwägbarkeiten in der Baubranche zwar groß. „Aber wir hätten es vor, es heuer noch anzuschieben.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare