Noch ist es eine grüne Wiese: Auf einem Teil dieses Areals an der A 95 ist ein Gewerbegebiet mit Supermärkten, einer Tankstelle sowie einem Drogeriemarkt geplant.
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Noch ist es eine grüne Wiese: Auf einem Teil dieses Areals an der A95 ist ein Gewerbegebiet mit Supermärkten, einer Tankstelle sowie einem Drogeriemarkt geplant.

Areal bei Sindelsdorf

Neues Gewerbegebiet mit Märkten und Tankstelle - Planungen gehen in die nächste Runde

  • Franziska Seliger
    VonFranziska Seliger
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Der nächste Schritt zum Bau eines neuen Gewerbegebiets an der A95 bei Sindelsdorf ist getan: Der Gemeinderat genehmigte den Vorhaben- und Erschließungsplan des Investors einstimmig. Ob das Vorhaben aber wirklich in der Form realisiert wird, wie derzeit geplant, ist deswegen noch lange nicht sicher.

Sindelsdorf – Was auf dem rund 14.000 Quadratmeter großen Areal direkt neben der B472 entstehen soll, dazu hat der Investor, die CDP GmbH, dem Sindelsdorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ganz konkrete Vorstellungen in Gestalt eines Vorhaben- und Erschließungsplans vorgelegt: Geplant ist demnach laut Bürgermeister Andreas Obermaier „ein Supermarkt, ein Vollsortimenter, eine Tankstelle und ein Drogeriemarkt“. Um das Gelände zu erschließen plane der Investor eine Linksabbiegerspur von der Bundesstraße.

Gemeinderat bleibt bei Ja zu größerem Gewerbegebiet

Ganz neu waren dem Gemeinderat diese Pläne nicht. Schon Mitte Mai hatte das Gremium erstmals über die Vorstellungen des Investors fürs neue Gewerbegebiet namens „Hochleiten I“ beraten und sich einstimmig dafür ausgesprochen, sie weiterzuverfolgen (wir berichteten). Daran änderte sich auch mit der jüngsten Beratung nichts. Einstimmig billigte die Gemeinderäte den Vorhaben- und Entwicklungsplan. Mit ihrem Ja bekräftigen die Räte auch ihre Abkehr von ihrer ursprünglichen Idee, auf dem Areal lediglich ein kleines Gewerbegebiet mit einem Supermarkt und einer Tankstelle ausweisen zu wollen.

Zufahrt von der Bundesstraße womöglich über Kreisverkehr

Als nächstes, so erläuterte Obermaier, müssen sich das Landratsamt sowie verschiedene andere Behörden mit den Plänen befassen. Wichtig dabei dürfte die Stellungnahme des Staatlichen Bauamts in Weilheim werden. Die Behörde muss eine Stellungnahme dazu abgeben, wie das geplante Gewerbegebiet sinnvoll an die Bundesstraße angebunden werden kann. Denkbar wäre laut Obermaier, dass die vom Investor favorisierte einfache Linksabbiegerspur nicht ausreicht, sondern etwa ein Kreisverkehr gebaut werden muss.

Auswirkungen auf den Verkehr im Ort?

Auch der Gemeinderat macht sich laut Obermaier Gedanken darüber, wie das neue Gewerbegebiet den Verkehr im Dorf verändern, und ob es möglicherweise zu einer höher Verkehrsbelastung für die Bürger kommen könnte. Dazu gäbe es seitens des Gremiums noch „Unstimmigkeiten“, so der Bürgermeister. „Die Verkehrssituation muss grundsätzlich überlegt werden“, forderte der Bürgermeister, denn: „Das Ganze darf uns nicht entgleiten.“ Unter anderem dürfe die unweit des Areals gelegene Ortseinfahrt nach Sindelsdorf nicht zu einer „Hauptzufahrt“ ins Gewerbegebiet werden.

Wie lange es nun dauern wird, bis die Behörden ihre Einschätzungen zu den Plänen abgegeben haben, kann Obermaier nicht abschätzen. Im Anschluss daran würden die Stellungnahmen in jedem Fall vom Gemeinderat abgewogen; möglicherweise müsse der Investor auch noch Umplanungen vornehmen. Unter anderem wegen der unklaren Erschließungs-Situation kann es bis zur Realisierung noch einige Jahre dauern.

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