Kurioser Jäger-Streit vor Gericht

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Das Landgericht München II hat einen kuriosen Streit zwischen zwei Jägern zunächst einmal beigelegt. Dabei hatte ein Jäger aus Sindelsdorf einen Kollegen  aus Großweil auf Unterlassung verklagt.

Sindelsdorf – Während eines Jagdessens soll der Mann aus Großweil unter anderem behauptet haben, dass wilde Kirrungen, die im Jagdgebiet auslägen, die Handschrift des Klägers tragen würden.

Bei Kirrungen handelt es sich um Lockmittel für Jagdwild. Das verärgerte den Sindelsdorfer so maßlos, dass er Klage beim Amtsgericht erhob. Aufgrund des Wohnortes Großweil war das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen das zuständige Gericht.

Doch die Werdenfelser wiesen die Klage ab. Der Mann aus Sindelsdorf ging in Berufung. Dort wird der Fall nun ein zweites Mal verhandelt. Die Vorsitzende Richterin Carolin Werner konnte die beiden Parteien auf einen Vergleich einen. Demnach wird der Großweiler nicht mehr behaupten, der Sindelsdorfer habe wilde Kirrungen ausgelegt. Im Gegenzug nimmt der Kläger seinen Antrag zurück. Zwei Wochen haben die Kontrahenten nun Bedenkzeit. Sollte der Vergleich am Ende doch noch platzen, muss weiter verhandelt werden.

Beide Parteien liegen seit 2006 auch im Zusammenhang mit der Jagd miteinander im Streit. In der Kirrungen-Klage soll es ebenfalls ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren geben. Der Stand ist aktuell unbekannt.

Von einem Reh, das im Dornauer Feld in Schongau vermutlich von einem Hund gerissen wurde, ist nur noch die Hälfte übrig. Ein Jagdpächter und der Stadtförster nennen dazu erschreckende Zahlen.

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