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In Nachbarschaft des Sportheims sollen Bauhof und Vereinsheim entstehen. Die Kiesgrube sollen die Sindelsdorfer Bürger weiterhin nutzen können, so Buchner. 

Unten der Bauhof, oben Platz für Vereine

Neubau von Bauhof samt Vereinsheim in Sindelsdorf: Raumkonzept sorgt für Diskussionen

Mit den Plänen für einen neuen Bauhof samt Vereinsheim in Sindeldorf geht es vorwärts. Das Raumkonzept wurde verabschiedet, Energieplaner beauftragt. Ganz ohne Diskussionen verlief die Gemeinderatssitzung trotzdem nicht. 

Sindelsdorf – Die Planungen für einen neuen Bauhof samt Vereinsheim in Sindelsdorf nehmen Gestalt an. Diese Woche verabschiedete der Gemeinderat mehrheitlich ein Raumkonzept. Er beauftragte zudem ein Fachbüro mit der Energieplanung. Ganz ohne Diskussionen fiel der Beschluss aber nicht.

Bürgermeister Josef Buchner erklärte, dass das Erdgeschoss des Neubaus vollständig dem Bauhof vorbehalten sein soll. Im Obergeschoss sollen Räume für die Musikkapelle, den Trachtenverein, den Bayern-Fanclub sowie für einen Jugendtreff entstehen. Insbesondere Gerhard Öttl äußerte Kritik. „Die Dimension des Gebäudes hat mich überrascht“, sagte er. Buchner entgegnete, dass die Außenmaße von 15 mal 30 Metern „immer Konsens im Gemeinderat gewesen“ seien. Öttl regte zudem an, Nutzungsbedingungen für die Vereine zu formulieren: Bei der Planung „richten wir uns nach den Bedürfnissen der Vereine“. Da wolle er mehr Planungssicherheit haben, denn: „Sie haben keinerlei Verpflichtung, da reinzugehen“, warnte er. „Bis jetzt nicht“, stimmte Buchner zu, sagte aber: „Das Nutzungskonzept ist mit den Vereinen abgestimmt.“

Ein weiterer Punkt, den Öttl monierte, war die fehlende Kostenschätzung für den Neubau. Die gibt es laut Buchner tatsächlich noch nicht. Wenn das Raumkonzept steht, werde der zuständige Architekt eine erste Kostenberechnung aufstellen, sagte er. Öttl wollte ohne Kostenschätzung aber kein Raumkonzept beschließen. Gegen seine sowie zwei weitere Stimmen wurde das Raumkonzept letztlich von einer Mehrheit befürwortet.

Einstimmig fiel dagegen der Beschluss, einen Energieplaner mit der Ausarbeitung eines Energiekonzepts für den Komplex zu beauftragen, um diesen möglichst energieeffizient und mit regenerativen Energien betreiben zu können. Geplant ist laut Buchner ein Nahwärmeverbund mit der benachbarten Sportstätte.

Planungen für ein Bauhofgebäude in Nachbarschaft zum Sport- und Schießsportzentrum auf einer ehemaligen Kiesabbaufläche werden seit Jahren verfolgt. Momentan verfügt die Gemeinde über keinen zentralen Bauhof. Sie lagert alle ihre Gerätschaften an verschiedenen Stellen, unter anderem in der Garage des Feuerwehrhauses. Wie Buchner erläuterte, ist die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans mittlerweile genehmigt. „Seit Ende 2017 ist der Bebauungsplan rechtsverbindlich.“

Auch ein Vereinsheim gibt es derzeit nicht. Viele Vereine seien in „sehr beengten Verhältnissen“ untergebracht, so Buchner. Die Musikkapelle etwa probe im Keller des Rathauses. Die Miete im geplanten Vereinsheim „dürfte sich daran orientieren, wie es bisher war“, schätzt Buchner.

Der Baubeginn wird für das „dritten Quartal“ dieses Jahres angestrebt.

Franziska Seliger

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