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Bayern-Fußballer Thomas Müller ließ es sich nicht nehmen, die Sindelsdorfer Musikanten zu dirigieren.

Bei den „Red Kinis 99“

Bayern-Fußballer Thomas Müller in Sindelsdorf - ein Superstar zum Anfassen

Für die Sindelsdorfer Fans des FC-Bayern war es, als würden Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen: Am Sonntag besuchte sie der FC-Bayern-Star Thomas Müller.

VON FRANZISKA SELIGER

Sindelsdorf – Am Sonntag besuchte der FC-Bayern-Star Thomas Müller seine Sindelsdorfer Fans – dabei gab sich der Fußballprofi, der in Pähl aufwuchs, gut gelaunt und bodenständig. Wären da nicht die drei kräftigen Männer mit der Aufschrift „Security“ auf ihren schwarzen Jacken am Eingang zur Sindelsdorfer Sporthalle gestanden. Und wären nicht in der Halle Kameraleute des Bayerischen Rundfunk herumgeschwirrt: Man hätte gar nicht gemerkt, dass zur Weihnachtsfeier des FC-Bayern-Fanclubs „Red Kinis 99“ ein ganz besonderer Gast gekommen war.

Thomas Müller in Sindelsdorf - ohne Star-Allüren und für jeden Spaß zu haben

Denn Thomas Müller, seines Zeichens Fußball-Weltmeister und mehrmaliger Deutscher Meister, hafteten so überhaupt keine Star-Allüren an. Vielmehr gab sich der Bayern-Spieler bei seinem über zweistündigen Besuch lausbubenhaft fröhlich und war für jeden Spaß zu haben.

Thomas Müller in Sindelsdorf: „Red Kinis 99“ feierten 20-Jähriges

Anlässlich des 20-jährigen Vereinsbestehens der „Red Kinis 99“ hatte sich der Fanclub um den Besuch eines FC-Bayern-Spielers beworben, erläuterte der langjährige Vorsitzende Benno Adelwart. Dass die Sindelsdorfer Fans bei der Verlosung der Spieler Thomas Müller zugeteilt bekamen, „das war für uns natürlich optimal“, so Adelwart.

Als der Bayern-Star dann am Sonntag früher als geplant eintraf, war die Aufregung der rund 250 Fans riesig. „So nah kommt man an die Spieler ja sonst nie ran“, freute sich etwa Wolfgang Singer. Und der 17-jährige Lukas, der im FC-Bayern-Trikot an einem der dicht an dicht stehenden Biertische in der Halle saß, brachte angesichts des Besuchs seines Idols nur ein nahezu sprachloses „cool“ über die Lippen.

Thomas Müller in Sindelsdorf: Bereit für Ehrenmitgliedschaft

Gut gelaunt und die gezückten Handys ebenso ignorierend wie die unablässig auf ihn gerichteten Fotoapparate und Kameras, ließ sich Müller von Adelwart die Geschichte des Sindelsdorfer Fanclubs erzählen, frotzelte über dieses und jenes und lachte dabei über das ganze Gesicht. Bereitwillig posierte der Bayern-Star für ein Gruppenbild mit den Sindelsdorfer Gardemädchen und nahm Adelwarts Antrag, doch bitteschön gleich die Ehrenmitgliedschaft für die „Red Kinis 99“ zu unterzeichnen, sofort an: „Ich bin bereit.“

Nicht weniger bereitwillig beantwortete Müller sodann Fragen seiner Fans. Ob er nicht nur kicken, sondern auch watten könne („ja“) oder reiten („eher weniger“) und erzählte, dass er mitunter als „Turnier-Trottel“ seine Frau Lisa, eine Dressurreiterin, zu Turnieren begleite.

Bayern-Star Thomas Müller dirigiert Sindelsdorfer Musikkapelle

Als die Sindelsdorfer Musikkapelle dann lautstark die Fußball-Hymne des FC-Bayern anstimmt und Thomas Müller zum Taktstock griff, um den Musikern den Rhythmus vorzugeben, gab es im Saal fast kein Halten mehr. Alles stand, johlte und klatschte.

Und natürlich trug sich Thomas Müller auch ins Goldene Buch der Gemeinde ein, wo bisher nur wenige Namen drinstehen; unter anderem der von Sebastian Schweinsteiger. Was Thomas Müller reinschrieb, ist allerdings bis dato unklar. „Der Eintrag ist nicht weltmeisterlich“, befand Bürgermeister Josef Buchner angesichts Müllers unleserlicher Schrift und der Fußballprofi gestand spitzbübisch lächelnd: „Im Schönschreiben haben ich nie geglänzt.“

Lesen Sie auch:Auch Sebastian Schweinsteiger war schon mal bei den „Red Kinis“ in Sindelsdorf

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