Starker Jubiläumsauftritt im „Haus der Begegnung“: Die „Spiritual Profanists“ – (von links) Andreas Scharli, Johannes Deiss, Herbert Ernst, Irmgard Obermaier, Katja Christner, Irene Böck, Angelika Teichert, Gabriele Buchner, Barbara Demmel, Ulrich Königbaur, Uli Schmid und Manfred Buchner. foto: gronau

Singend ins Glück: 25 Jahre "Spiritual Profanists"

Weilheim - Ein begeisterndes Jubiläumskonzert gab der Weilheimer Gospel- und Jazzchor „Spiritual Profanists“ am Samstagabend im "Haus der Begegnung".

Gewitzt moderierte der „Chor ohne Leiter“ auch beim Festkonzert ohne Chef. Stattdessen wechselten die Moderationen unter den zwölf Sängerinnen und Sängern durch, angefangen bei den „dienstältesten“ Mitgliedern. Klassiker wie „Go down Moses“ oder „This little light of mine“ standen am Anfang, doch bereits rasch folgte das wenig bekannte „Slow me down, oh I am tired, Lord“. Den rhythmischen Drive der Eingangszeile trafen die Zwölf ebenso mitreißend wie die leisen Stellen, deren sonorer Zusammenklang pure Glücksgefühle auslösen konnte.

Obwohl Gospel allein ja auch schon weit tragen würde, beglückte der Chor zusätzlich mit sensiblen A-cappella-Arrangements aus der Sparte der Unterhaltungsmusik. Hinreißend die Version von „Java Jive“ („I love coffee, I love tea...“), inklusive jazziger Solo-Einwürfe der „Soy beans“ und herrlich gehauchter „Aaahs“. Für Oldie-Fans kam die amerikanische Lollipop-Ära ins Bild, als in sagenhafter Feinheit die „Chapel of Love“ angestimmt wurde. Dass dieses „Liebeskircherl“ sogar noch einen Tick inspirierter klang als die Vorlage von 1964, hatte seinen Grund - die Choristen verrieten in ihren Einleitungen, dass gleich mehrere Paare durchs Singen zusammengefunden hatten.

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