So ruhig wie kurz nach der Eröffnung im Herbst 2011 geht es nicht immer zu am Unterhausener Kreisverkehr. Autofahrer, die von der nördlichen Münchener Straße kommen und in Richtung Stadtmitte fahren, können diese leicht übersehen. Foto: Archiv gro

Sofortmaßnahmen gegen Kreisel-Raser

Weilheim - Raser sollen ausgebremst werden am Unterhausener Kreisverkehr. Und zwar möglichst schnell - bevor dort täglich viele Kinder durchradeln, die zum Dietlhofer See wollen.

Das Problem am Kreisverkehr: Viele Autofahrer, die aus Richtung München kommen, fahren zu schnell in den Kreisel hinein und übersehen Radfahrer, die vom See kommen und den Kreisverkehr passieren.

Nun soll das Ortsschild weiter in Richtung stadtauswärts versetzt werden - dadurch sollen Autofahrer aus München früher bremsen. Die Geschwindigkeit will die Stadt vom Ortsschild ab auf 50 oder 40 Stundenkilometer begrenzen. Beide Maßnahmen muss das Landratsamt bewilligen.

Die Autofahrer sollen zudem mit einem Signal darauf aufmerksam gemacht werden, wenn sie zu schnell fahren. Die fünf Meter breite, alte Münchener Straße soll obendrein verschmälert werden, ebenso die „Einfahrtstrompete“ in den Kreisel von der B 2 her - beides soll Autofahrer ausbremsen und sie dazu zwingen, in einem engeren Bogen durch den Kreisel zu fahren.

Umstritten war, ob der mittige Hügel abgetragen werden soll, um die Sicht zu verbessern. Alfred Honisch (Grüne) und Petra Arneth-Mangano (SPD) plädierten dafür. Doch die Mehrheit schloss sich Dr. Hans-Peter Siebel an, der sich als Vertreter der „Agenda 21“ zu der Problematik äußerte und der früher im Kreisverkehr-Ausschuss der Bundesregierung saß. „Wenn man durch Abtragen des Hügels die Sicht erleichtert, fahren die Autofahrer noch schneller“, so Siebel.

Der Hügel soll somit bleiben, wie er ist. Wenn alles nichts helfe, könne man ihn immer noch abtragen, so Bürgermeister Markus Loth.

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