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Klares Ergebnis für den einzigen Bewerber: Rudolf Sonnleitner ist neuer Bürgermeister von Oberhausen

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Am neuen Schreibtisch: Rudolf Sonnleitner leitet ab sofort die Geschicke der Gemeinde Oberhausen.
Am neuen Schreibtisch: Rudolf Sonnleitner leitet ab sofort die Geschicke der Gemeinde Oberhausen. © Foto: Peter Stöbich

Mit 721 von 808 abgegebenen Stimmen ist Rudolf Sonnleitner (Parteifreie Wähler) am Sonntag zum Ersten Bürgermeister der Gemeinde Oberhausen gewählt worden.

Oberhausen – Der 65-Jährige war der einzige Kandidat, wahlberechtigt waren insgesamt 1762 Bürger. Laut Wahlleiterin Michaela Winkler waren auf den Stimmzetteln auch die Namen von 70 weiteren potenziellen Bewerbern genannt worden.

Der aus dem Nachbarort Huglfing stammende Sonnleitner ist ein erfahrener Kommunalpolitiker und gehört in Oberhausen, wo er seit 1985 lebt, seit zwei Jahrzehnten dem Gemeinderat an, davon sechs Jahre als Zweiter Bürgermeister.

Schon sein Urgroßvater sowie sein Onkel waren Bürgermeister in Huglfing. Vor seiner Pensionierung arbeitete Sonnleitner als Diplomingenieur für Nachrichtentechnik bei einem weltweit tätigen Kommunikationsunternehmen. Eines seiner Hobbys im Ruhestand ist sein Garten samt Gänsen und Hühnern.

Neues Rathaus soll am 1. Mai eingeweiht werden

Im Ratsgremium will er nach monatelangen Auseinandersetzungen (wir berichteten) wieder für positive Impulse sorgen, sagte er gestern. Auf den neuen Bürgermeister warten in Oberhausen zahlreiche Aufgaben und Projekte, unter anderem der Bau eines neuen Hochbehälters sowie die Anbindung der Bahnhof- an die Dorfstraße und die Sanierung der Kirchenmauer. Außerdem wird die Schaffung eines neuen Baugebiets an der Waldstraße geprüft, und im Westenriederhaus sollen ebenfalls Wohnungen entstehen. Das frisch sanierte und umgebaute Rathaus wird am 1. Mai eingeweiht. „Zum Glück ist unsere Gemeinde schuldenfrei und die Kasse gut gefüllt“, so Sonnleitner.

Sein Tag hatte am Sonntag um 7 Uhr früh mit dem Aushang der Fahnen für die Erstkommunion begonnen. Nach Auszählung der 808 Stimmen am Abend war Sonnleitner mit den Wahlhelfern bei der traditionellen Brotzeit im Gasthaus Stroblwirt, bevor er dann zuhause mit Freunden seinen Wahlerfolg feierte.

Schlammschlacht nach überraschendem Rücktritt des Vorgängers

Sonnleitner tritt damit die Nachfolge von Thomas Feistl an, der Ende des vergangenen Jahres völlig überraschend seinen Rücktritt verkündet hatte. Dabei erhob er schwere Vorwürfe gegen den Gemeinderat, was später dafür sorgte, dass auch seine Stellvertreterin ihr Amt niederlegte. Das sorgte für eine Debatte im Landkreis darüber, was Kommunalpolitiker mittlerweile im Amt erdulden müssen.

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