Die Sparkasse Weilheim hätte Sitz der neuen „Sparkasse Oberland“ werden sollen, doch die Pläne sind gescheitert. Foto:Gronau

Sparkassen-Fusion ist gescheitert

Weilheim - Der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen lehnte die Pläne am Donnerstag ab.

Der Zusammenschluss der „Vereinigten Sparkassen Weilheim“ und der Kreissparkassen Garmisch-Partenkirchen und Schongau zu einer „Sparkasse Oberland“ ist gescheitert. In einer Pressemitteilung, die von allen drei Geldinstituten am Donnerstag um 18.30 Uhr zeitgleich versendet wurde, heißt es, dass der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen sich in seiner Sitzung am Donnerstagnachmittag „gegen eine Fusion ausgesprochen“ habe. Damit sei zum jetzigen Zeitpunkt der Versuch, die drei Nachbarsparkassen zu vereinen, beendet. Die Zustimmung jedes Verwaltungsrates, also von dem der Kreissparkasse Schongau, dem der „Vereinigten Sparkassen Weilheim“ und dem der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen, sei „unbedingte rechtliche Voraussetzung für eine abschließende Entscheidung der Kreistage (für die Sparkassen von Garmisch-Partenkirchen und Schongau) sowie des Zweckverbandes (für die Weilheimer Sparkasse)“.

Die Pläne für die Fusion wurden Mitte Oktober öffentlich präsentiert, wobei Garmisch-Partenkirchens Landrat Anton Speer (FW) sich als die treibende Kraft erwies. Ausgerechnet in Garmisch-Partenkirchen war der Widerstand dann aber am heftigsten. Zuletzt wandten sich die Mitarbeiter der Sparkasse Garmisch-Partenkirchen in einem Brief an alle 60 Mitglieder des dortigen Kreistages und gaben ihrer Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen Ausdruck. Auch der Landtagsabgeordnete und Garmischer Kreisrat Harald Kühn (CSU) forderte öffentlich belastbare „Zahlen, Daten und Fakten“, bevor er sich entscheide.

Kritische Stimmen zu dem Zusammenschluss gab es aber auch in Schongau und Weilheim. Die „Sparkasse Oberland“ hätte zum 1. April 2016 ihren Betrieb aufnehmen sollen.

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