Luhmühlen heißt immer auch „spektakulär“: Julia Mestern mit „Schorsch“ im ersten Wasserkomplex, den das Duo ohne Schwierigkeiten passierte. foto: thomas Ix

Spaß gehabt, Erfahrung gesammelt

Hohenpeißenberg - Vielseitigkeitsreiterin Julia Mestern aus Hohenpeißenberg landete bei ihrem EM-Debüt auf dem 19. Rang. Für sie war das Event eine tolle Erfahrung - und lehrreich.

Zu ihrem ergebnis meinte die 35-Jährige: „Das passt total.“ Nur 0,5 Punkte fehlten ihr zu einer Platzierung, als Achtzehnte hätte es immerhin noch 400 Euro Preisgeld gegeben.

Nicht auszudenken, was möglich gewesen wäre, wäre der Pferdewirtin nicht ein Missgeschick im Gelände passiert. Da hatten sie und „Schorsch“ am Hindernis 23b, in der Kombination „Schockemöhles Sports Haus“, eine Verweigerung. Kurz vor dem Element war Schorsch weggerutscht. 20 Strafpunkte gab es, ohne die wäre in der Gesamtwertung Platz vier herausgesprungen. Mestern wollte dieses „Hätte, wenn und aber“-Spielchen jedoch nicht betreiben: „Ich ärgere mich nicht. Ich bin froh, dass ich den Wettbewerb beendet habe. Das Pferd ist auch fit.“

Bis auf den Stopp zeigten Mestern und „Schorsch“ im Gelände eine gewohnt sichere Leistung. Für sie war die Verweigerung im Gelände „eine weitere Erfahrung“.

Allzu viel Championatserfahrung hat die gebürtige Hamburgerin noch nicht. Insgesamt war die EM „für Schorsch und mich wieder ein Schritt“. Lobend äußert sich Mestern über die Reiterkollegen und den Betreuerstab. „Die Gemeinschaft im Team war einfach toll.“ Von den Bundestrainern Christopher Bartle und Hans Melzer bis hin zu den Tierärzten seien alle Menschen mit einer positiven Ausstrahlung. „Das steckt an.“

In der Dressur erreichte Mestern 40,60 Punkte (72,95%), was den 13. Platz bedeutete. „Schorsch“ habe alle Lektionen brav erledigt, die hohen Temperaturen machten ihm aber zu schaffen. „Er hätte etwas spritziger sein können“, sagt Mestern. „Es haben sich so einige Kleinigkeiten durch die ganze Prüfung gezogen.“ Da war es umso schöner, dass im Parcours alles klappte. „Das hat mir Spaß gebracht, es war ein entspanntes Springen.“

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