Wann die Umfahrung von Weilheim gebaut wird, ist noch vollkommen offen. Foto: dpa

Spatenstich nicht vor 2024

Weilheim - Die Umfahrung Weilheim steht nun zwar auf einer Liste, wann gebaut wird, ist aber offen. Ab Montag können die Bürger sich im Internet äußern.

Weilheim links oder rechts liegen lassen auf dem Weg in den Süden, das ist für die Autofahrer noch Zukunftsmusik. Denn auch wenn die Umfahrung der B 2 nun als „vordringlicher Bedarf“ in den Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wurde, geht Sven Maertz vom Staatlichen Bauamt davon aus, dass es mindestens Mitte 2024 werden wird, bis überhaupt eine Baugenehmigung vorliegt - vorausgesetzt, es läuft alles nach den Vorstellungen der Behörden.

In den nächsten Jahren heißt es vor allem planen, planen, planen. Und dabei können die Bürger in mehreren Stufen mitreden. Ab kommendem Montag, 21. März, können sie Kommentare und Änderungswünsche zu dem Entwurf online unter www.bvwp2030.de einreichen. Anschließend soll der Entwurf anhand der Bürgerwünsche überarbeitet und 2016 im Bundeskabinett beschlossen werden.

Mit der Einstufung als „vordringlicher Bedarf“ ergeht laut Maertz der Planungsauftrag an das Staatliche Bauamt in Weilheim. „Wir steigen fast neu ein“, so Maertz, denn die Vorplanungen der Stadt seien schon zehn Jahre alt, seither hätten sich aber viele Vorgaben verändert - Richtlinien für das Planfeststellungsverfahren ebenso wie die Rechtsprechung beim Naturschutz. Bei dieser Voruntersuchung werden sowohl die fünf Kilometer lange Osttrasse durchs Gögerl und die sieben Kilometer lange Westtrasse durchs Moos als auch die Tunnellösung unter der B 2 unter die Lupe genommen.

Um 2018, so schätzt

Maertz, könnte eine Vorzugsvariante mit genauen Kosten vorliegen. Bislang wird der Bau der Straße grob auf 35 Millionen Euro veranschlagt. Diese Vorzugstrasse muss vom Bundesverkehrsministerium genehmigt werden.

Um 2020 könnte das Planfeststellungsverfahren beginnen. Die Pläne werden dabei einen Monat lang öffentlich ausgelegt. Betroffene können ihre Einwände vorbringen, so Maertz. Diese werden bei einem Erörterungstermin bearbeitet. Erst wenn der Planfeststellungsbeschluss erfolgt, liegt eine Baugenehmigung vor.

Mitte 2024: Wenn die Gelder freigegeben werden und das Bundesverkehrsministerium erneut zustimmt, können die Grundstücke erworben und der Bau begonnen werden. „Bei massiven Widerständen können sich die Zeiträume aber erheblich verlängern“, so Maertz.. gre

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