Platz wäre da: Auf diesem Grundstück soll ein Abenteuerspielplatz entstehen. foto: baar

Ein Spielplatz für Antdorf

Antdorf - Der Antdorfer Gemeinderat hat ein Großprojekt der Dorferneuerung auf den Weg gebracht: Es geht um einen Abenteuer-Spielplatz.

Es war zwar nur ein formaler Akt, aber er bringt eines der Lieblingsprojekte des Antdorfer Bürgermeisters Klaus Kostalek auf den Weg: Der Gemeinderat beschloss, den Bebauungsplan „Ortskern“ zu ändern, um den Bau eines Abenteuerspielplatzes neben dem Schützen- und Trachtenheim zu ermöglichen.

Die Gemeinde möchte im Rahmen der Dorferneuerung ein gemeindliches Areal am Sportplatz umgestalten und erweitern. Ein Vorentwurf für die neue Nutzung liegt bereits vor: Er sieht unter anderem jenen Spielplatz vor. Das Grundstück ist jedoch im Bebauungsplan aus dem Jahr 1995 mit der Zweckbestimmung „Friedhof“ festgesetzt. Insgesamt sind im Plan drei Flurstücke für eine mögliche Friedhofserweiterung vorgesehen. „Das ist jedoch recht großzügig bemessen“, erklärte der Rathauschef in der Sitzung. „Mehr Friedhof braucht es nicht.“ Zudem liege das Grundstück am weitesten weg vom jetzigen Friedhof und käme somit nur als letzte Möglichkeit in Betracht. Um es nicht brach liegen zu lassen, soll die Fläche lieber anders genutzt werden.

Aus Sicht der Gemeinde bietet es sich deshalb an, eine Verbindung mit dem benachbarten Sportgelände zu schaffen. Doch dafür war die Änderung des Bebauungsplanes notwendig: Aus „Friedhof“ wurde nun eine Fläche für den Gemeindebedarf mit dem Zweck „Spielplatz“, was auch Eingang in den Flächennutzungsplan finden soll. Der Beschluss fiel einstimmig.

Der Bürgermeister möchte mit dem Abenteuerspielplatz das gesamte Areal weiter aufwerten. Bisher wurde auf dem Sportgelände ein neues ASV-Domizil geschaffen, die Trachtler haben die alte Kegelbahn im Schützenhaus zum Vereinsheim umgebaut. Die Aufträge für den Spielplatzbau möchte Kostalek möglichst bald vergeben. Eine Kostenschätzung gibt es noch nicht, finanziert werden soll das Vorhaben im Rahmen der Dorferneuerung möglichst über das Förderprogramm des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Den entsprechenden Zuschussantrag ist mittlerweile abgeschickt, eine Antwort steht aus. Im Frühjahr könnte der Bau beginnen, hofft Kostalek.

Andreas Baar

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