Wuchernde Pflanzen: Indisches Springkraut und andere Neophyten verdrängen auf der Bergehalde in Peißenberg seltene heimische Pflanzen. Sorgen bereitet das Marktgemeinderat Georg Karl. Foto: schubert
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Wuchernde Pflanzen: Indisches Springkraut und andere Neophyten verdrängen auf der Bergehalde in Peißenberg seltene heimische Pflanzen. Sorgen bereitet das Marktgemeinderat Georg Karl. Foto: schubert

Auf der Neuen Bergehalde

Im Springkraut-Dschungel

Peißenberg - Springkraut-Dschungel: Georg Karl sieht Erholungsgelände auf der Neuen Bergehalde in Peißenberg durch mangelnde Pflege gefährdet.

„Der Plan ist erstellt worden, es fehlt aber die Umsetzung.“ So fasst Marktgemeinderat Georg Karl, der sich im „Arbeitskreis Bergehalde“ engagiert, die derzeitige Situation auf der Neuen Bergehalde zusammen. Er breitet eine große Karte aus, die das Gelände zeigt. Sie trägt die Jahreszahl 2010 und Erklärungen zu den verwendeten Farben. Nach diesem Plan sollten zahlreiche Flächen zwei Mal pro Jahr gemäht werden. „Das indische Springkraut muss gemäht werden, bevor es aussamt“, so Karl, „jetzt ist es schon zu spät.“

Er verweist auf eine Fläche, auf der nichts mehr außer Springkraut wächst. Dieses dafür um so besser. Die Stengel sind am Boden armstark, die Pflanzen über drei Meter hoch. Noch weiter verbreitet hat sich die Kanadische Goldrute. Weite Flächen an den Hängen der Bergehalde sind von dem Neophyten - so die Bezeichnung für die eingewanderten Pflanzen - bedeckt.

Laut Bürgermeisterin Manuela Vanni ist „auf der Neuen Bergehalde in den vergangenen fünf Jahren schon viel gemacht worden“, derzeit seien aber „keine neuen Maßnahmen möglich“.

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