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Vertreter der St. Leonhards-Quellen informierten in Wessobrunn

Kloster Wessobrunn

Wasser-Akademie kommt an

Wessobrunn - Die "St.-Leonhards-Quellen" sollen das Kloster Wessobrunn kaufen? Gute Idee, fanden zumindest die Anwesenden bei einer Infoveranstaltung des möglichen Investors. Allerdings gibt es auch noch Unklarheiten.

Nach den extremen Regenfällen in den vergangenen Tagen wollen viele von Wasser nichts mehr hören. Beim Verkauf des Klosters Wessobrunn war das kühle Nass willkommen, als die „St. Leonhards-Quelle“ ihre Vorstellung von der Nutzung des Klosters vorstellte.

Vor rund 150 Interessierten im historischen Pfarrsaal stellte das Unternehmen seine Pläne für eine Wasserakademie vor, die auf breite Zustimmung trafen. „Seit der letzten Versammlung hier vor gut drei Wochen ist viel passiert“, leitete Ralf Schnabel, der örtliche Repräsentant des Mineralwasserunternehmens, seine Vorstellung von Firma und Akademiekonzept ein.

Das Ultimatum des Bischofs wurde auf September verlängert (wir berichteten), und der neue Investor führte bereits ein erstes Gespräch mit dem Makler, den die Missions-Beneditktinerinnen eingeschaltet haben. „Wir werden uns jetzt das Kloster noch genauer anschauen und dann weiter verhandeln“, erklärte Geschäftsführer Martin Abfalter auf Nachfrage. Zuvor hatte Schnabel die Pläne der Akademie skizziert, die auf den vier Säulen „Wasser“, „Gesundheit“, „Ernährung“ und „Berufsberatung“ beruhen. Abfalter konnte bei den Besuchern punkten, denn „wir brauchen nicht das ganze Kloster, der Teil der Benediktinerinnen ist groß genug“, sagte er.

Potenzieller Investor erklärt Akademie-Pläne im Interview

Gemeinderat findet Wasser-Akademie zu "esoterisch" fürs Kloster

Sollte es mit dem Kauf klappen, solle die Akademie zügig umgesetzt werden, da größere Umbauten nicht notwendig seien. „Wir können das Stück für Stück machen“, so der Geschäftsführer, der zum Kaufpreis keine Angaben machte. Zielsetzung sei ganz klar, die Akademie mittelfristig wirtschaftlich, sprich gewinnbringend, zu betreiben. Zu Gerüchten im Ort, dass die Wasserakademie esoterisch angehaucht sei, nahm Abfalters Vater Stellung: „Das ist Blödsinn. Was wir hier machen, macht Sinn“, meinte Johann Abfalter, der auch die Frage beantwortete, warum Bad Wörishofen eine solche Akademie abgelehnt hatte. „Die haben das nicht verstanden“, so Abfalter senior.

Lob gab es für den Investor von Kirchenpfleger Franz Langer. „Ich finde es gut, dass Sie das Konzept vorgestellt haben.“ Gleichzeitig sprach er die Hoffnung aus, dass damit der Streit innerhalb der Gemeinde beigelegt werden kann. Entscheidend für das Akademie-Konzept ist eine Einigung mit dem verkaufswilligen Orden, der ebenso wie das Bistum Augsburg keinen Vertreter zur Versammlung entsandt hatte.

von Roland Halmel

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