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Blumen für die Frauen, eine Flasche Sekt für die Männer: Dies gab es neben einer Einladung zum Weihnachtsessen in den „Oberbräu“ als Zugabe zu den Ehrenzeichen für (v. l.) Barbara Knöpel, Anton Hofer, Ursula Deimling, Elisabeth Soyer und Dr. Joachim Heberlein. Die Ehrungen erfolgten durch Bürgermeister Markus Loth (mit Amtskette) und seinen Vize Horst Martin (l.). Rechts 3. Bürgermeisterin Angelika Flock.

Stadt ehrt Bürger

Im Kreis der Engagierten

Weilheim – Es ist aus Silber und zeigt das Wappen der Stadt – das ist die materielle Seite des Ehrenzeichens der Stadt. Fünf Bürgerinnen und Bürger haben es nun verliehen bekommen.

Doch die seit 1998 verliehene Auszeichnung hat auch eine ideelle Seite: Sie zeigt, dass ihr Träger (oder ihre Trägerin) zu dem Kreis der Weilheimer gehört, die sich für ihre Stadt ganz besonders einsetzen. 317 Weilheimerinnen und Weilheimer gehörten bislang dazu, seit vergangenem Donnerstag fünf weitere. Es sind dies Ursula Deimling, Dr. Joachim Heberlein, Anton Hofer, Barbara Knöpel und Elisabeth Soyer.

Als Bürgermeister Markus Loth sich mit Unterstützung von 2. Bürgermeister Horst Martin an die Ehrung machte, ging es streng alphabetisch zu. Ursula Deimling wurde als erste nach vorn gerufen.

Ursula Deimling war von 1991 bis 2003 ehrenamtlich im Besucherdienst der Krankenhaus-Seelsorge in Weilheim tätig, 1997 übernahm sie die ehrenamtliche Leitung des Seniorentreffs im „Höckstüberl“, wo sie rund 30 Musiker und Referenten im Jahr verpflichtet und ein Team von rund 20 ehrenamtlichen Helferinnen anleitet. Zudem ist sie seit 2003 aktives Mitglied im AK „Senioren“ der lokalen „Agenda 21“. „Mit ihrer offenen Art und ihrer Empathie ist sie eine wichtige Säule der Seniorenarbeit in Weilheim und ein Gewinn nicht nur für die Pfarrei, sondern auch für die Stadt“, hieß es in der Laudatio.

Dr. Joachim Heberlein fand im Jahr 1986 durch seine Mitarbeit beim Aufbau der Krippe in Mariae Himmelfahrt in die ehrenamtliche Arbeit, die sich mehr und mehr ausweitete: Seit 1994 leitet er den Aufbau der Krippe, Restaurierung und Ausbau gehören dazu. 1997 bis 2001 war er Pfarrgemeinderat, seit 1998 leitet er das Archiv der Stadtpfarrei. Seit dem Jahr 2006 ist er Obmann des Heimat- und Museumsvereins und seit 2009 betreut er die Dreifaltigkeitskirche beim Bürgerheim. So weit die Daten. Was sich dahinter verbirgt, wurde anhand einiger Zahlen klar. So hat Heberlein es sich im Archiv der Stadtpfarrei zur Aufgabe gemacht, „rund 2000 Akten, etwa 650 Rechnungsbücher und 370 Pergamenturkunden neu zu ordnen, zu registrieren sowie die Bestände wissenschaftlich zu erschließen“, wie Horst Martin sagte. Heberlein war es auch, der die für die „Weilheimer Passion“ den Älbl’schen Text umgeschrieben, aufbereitet und die theologische und dramaturgische Beratung übernommen hat.

Anton Hofer war von 1990 bis 2004 2. Vorsitzender der Stadtkapelle und ist seit 1991 zusätzlich als deren 2. Dirigent tätig. Zu seinen besonderen Verdiensten zählt sein Einsatz für die Fortbildung der Aktiven. Er war es auch, der die altbairische Besetzung der Kapelle aufgebaut hat.

Barbara Knöpel war von 1992 bis 2003 Mitglied der Kreisjugendring-Leitung beim BLSV und von 1996 bis 1998 zudem in dessen Bezirksleitung tätig. Seit 1995 ist sie Mitglied im Jugendrat des TSV Weilheim und seit 2002 Leiterin der Abteilung „Schwimmen“. Zu ihren besonderen Verdiensten zählt die Gründung einer Wassergymnastikgruppe im Jahr 1997, die seither stetig wächst.

Elisabeth Soyer ist seit 1995 Kassiererin des Kneipp-Vereins. Zusammen mit ihrem Mann betreut sie seit über zehn Jahren die Kneipp-Anlage in der Oberen Stadt. Darüber hinaus schaut sie nach Senioren im Bürgerheim und in ihrer Nachbarschaft und singt seit vielen Jahren im Kirchenchor von Mariae Himmelfahrt.

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