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Stadthalle Weilheim muss gesperrt bleiben - sie geht als Veranstaltungsort auch in Corona-Zeiten ab

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Von: Stephanie Uehlein

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„Die Halle geht auch als Sitzungssaal ab“, sagt Bürgermeister Markus Loth. Das Foto zeigt eine Stadtratssitzung im Juli dieses Jahres. In dem Gebäude, das 1987 eingeweiht wurde, fanden bisher viele verschiedene Veranstaltungen statt, darunter auch zahlreiche Konzerte und Schulabschlussfeiern.
„Die Halle geht auch als Sitzungssaal ab“, sagt Bürgermeister Markus Loth. Das Foto zeigt eine Stadtratssitzung im Juli dieses Jahres. In dem Gebäude, das 1987 eingeweiht wurde, fanden bisher viele verschiedene Veranstaltungen statt, darunter auch zahlreiche Konzerte und Schulabschlussfeiern. © Gronau

Die Stadthalle Weilheim ist zur Zeit wegen Mängeln an der Dachkonstruktion gesperrt – und das wird auch noch auf unbestimmte Zeit so bleiben. Klar ist nach den Worten von Bürgermeister Markus Loth, dass „erhebliche Schäden“ behoben werden müssen und „dringender Handlungsbedarf“ besteht.

Weilheim – Auch seit der Schließung im Sommer gingen bei der Stadt immer wieder Anfragen ein, ob die Stadthalle für Veranstaltungen gebucht werden könne – etwa für Weihnachtsfeiern und Messen. Doch aktuell ist so etwas in dem Gebäude an der Ammer aus Sicherheitsgründen nicht möglich, es müssen Absagen erteilt werden.

Wann die Halle wieder genutzt werden kann, ist laut Loth offen. Sicher nicht zum Jahresanfang, sagt der Bürgermeister und geht bei seiner persönlichen Einschätzung noch weiter: Auch bis Ostern sei nicht mit einer Wiederöffnung zu rechnen. Die Hoffnung, dass der Veranstaltungsort nicht gesperrt bleiben muss, weil von den festgestellten Mängeln kein Risiko ausgeht, hat sich also nicht erfüllt. Die Halle darf erst wieder genutzt werden, wenn die Schäden behoben sind und keine Einsturzgefahr mehr besteht.

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Unklar ist nicht nur der Zeitrahmen für die Sanierung: Bislang lässt sich laut Loth zum Beispiel auch nicht sagen, ob die Dachbalken, bei denen Mängel festgestellt wurden, ertüchtigt oder ausgetauscht werden sollen. Bei Untersuchungen wurden Schäden an den Seiten der Leimbinder festgestellt. Der Leim wurde bereits untersucht. Das Ergebnis: „In einfachen Worten gesagt: Es handelt sich um schlechten Leim“, sagt Loth. Bei der Instandsetzung spiele auch der Brandschutz eine Rolle, erklärt der Bürgermeister. Dass es auf dem Dach der Stadthalle eine Photovoltaik-Anlage gibt, verkompliziere das Sanierungsprojekt.

Die gefährlichen Schäden an der Halle waren bei Voruntersuchungen zur Dachsanierung des Gebäudes festgestellt worden (wir berichteten). Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass das gesamte Dach einstürzt.

Im Bauausschuss soll ein Zwischenstand der Untersuchungen zur Stadthalle vorgestellt werden

Zum Sanierungsverfahren laufen laut dem Bürgermeister derzeit noch Untersuchungen durch ein Ingenieurbüro und die Liegenschaftsverwaltung der Stadt. Ermittelt werden auch die Kosten für die Arbeiten, welchen der Stadtrat noch zustimmen muss. Ein Zwischenstand der Untersuchungen soll am Dienstag, 7. Dezember, bei einer Sitzung des Weilheimer Bauausschusses vorgestellt werden.

Dass die Stadthalle derzeit nicht genutzt werden kann, sei weder für ihn als Bürgermeister noch für das Veranstaltungsbüro angenehm, sagt Loth. „Die Halle geht auch als Sitzungssaal ab.“ Zur Corona-Zeit traten dort – um Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten – verschiedene politische Gremien zusammen, unter anderem der Stadtrat. Ihm sei an einer baldigen Sanierung gelegen, beteuert der Bürgermeister – „je früher desto besser“. Loth weist allerdings darauf hin, dass auch das Ausschreibungsverfahren für die Arbeiten einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

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